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Nach der Übernahme des Reporting-Herstellers Sqribe


19.11.1999 - 

Brio Technology kämpft um mehr Präsenz auf dem deutschen Markt

MÜNCHEN (as) - Nach der weitgehenden Eingliederung des Reporting-Spezialisten Sqribe ins eigene Unternehmen nimmt Brio Technology, Anbieter von Analysesoftware, nun den deutschen Markt stärker ins Visier. Die Strategie ruht vor allem auf der Produktsuite "Brio One" zum Aufbau von Systemen für Business-Intelligence (BI), inklusive eines Web-Portals, sowie der Rekrutierung einer schlagkräftigen Consulting-Mannschaft.

Rund 270 Millionen Dollar in Aktien hatte sich Brio im Frühjahr den Kauf seines langjährigen Partners Sqribe kosten lassen. Dafür winkten eine Verdoppelung der eigenen Belegschaft, eine Verdreifachung der Klientel und ein Jahresumsatz von 100 Millionen Dollar. Sqribe, das anders als Brio hierzulande eine größere Anwenderbasis aufweisen kann, ergänzt zudem mit seinen Reporting-Produkten Brios Portfolio. Dementsprechend sehen viele Marktbeobachter in der Fusion der beiden Hersteller eine sinnvolle Entscheidung, die Brio zudem helfen könnte, sich im immer härter umkämpften Markt für BI neben Konkurrenten wie Cognos, Microstrategy oder Business Objects zu behaupten.

Laut Eckhard Voigt, vormals Sqribe-Chef in Deutschland, jetzt in derselben Position bei Brio, will der Hersteller nun zügig eine Mannschaft aufbauen und sich künftig insbesondere im Consulting, sprich Projekt-Management, engagieren. Ausdruck dieser Strategie ist auch die im Oktober gegründete Geschäftseinheit Brio Professional Services Division, die weltweit Dienstleistungen rund um BI und ihre Web-Integration anbieten soll. Die Produkte möchte Brio vor allem direkt vertreiben und hofft beim Lizenzgeschäft auf Cross-Selling-Möglichkeiten mit bisherigen Sqribe-Kunden. Diese könnten künftig ihrem Berichtssystem weitergehende Analyse-Anwendungen von Brio für das Online Analytical Reporting (Olap) hinzufügen.

Derzeit bestehen noch Überlappungen im Portfolio, etwa beim Reporting oder bei der Server-Technologie. Insgesamt jedoch bezeichnet Brio die Integration der Sqribe-Produkte in das eigene Portfolio als weitgehend abgeschlossen. Ausdruck davon ist die kürzlich vorgestellte Architektur "Brio One". Diese basiert auf Windows NT und setzt sich aus den Analyse-, Query- und Reporting-Produkten "Brio Enterprise" 6.0, Sqribes High-end-Berichtswerkzeug "SQR Enterprise", das jetzt "Brio Report" heißt, sowie dem überarbeiteten Web-Portal "Brio Portal 6.0" zusammen. Hinzu kommen "Brio Applications", die Best Practices in Form von anpassbaren Templates bieten. Verfügbar sind derzeit solche "Schablonen" für die Fertigungsindustrie, eine Variante für Logistikunternehmen ist in Planung.

Zugleich werden das Produkt-Flaggschiff Brio Enterprise sowie das Portal weiterhin auch separat angeboten. Letzteres läßt sich laut Hersteller anders als Konkurrenzprodukte ohne Integrationsplattform betreiben. Allerdings bestehe nach Einschätzung Voigts in Deutschland derzeit noch eine geringe Nachfrage bei BI-Portalen. Daher sei eine derartige personalisierbare Browser-Oberfläche mehr als Option für die Zukunft zu sehen und stehe strategisch nicht im Mittelpunkt.

Wie eine ganze Reihe anderer Hersteller in der BI-Branche hofft Brio zudem, einen weiteren Absatzmarkt bei Anwendern betriebswirtschaftlicher Standardsoftware zu finden. So bietet das Unternehmen das Web-basierte Berichtswerkzeug "Brio Report für SAP R/3", das für Release 4.6 der Walldorfer Software jetzt mehr als 1500 BAPI-Aufrufe enthält.

Das Tool verfügt über eine semantische Schicht, den "Direct Data Object Layer", mit dem sich SQL-Aufrufe laut Hersteller automatisch in BAPI-, multidimensionale oder andere nichtrelationale Strukturen umwandeln lassen. Unter der Motorhaube nutzt Brio Report Sqribes "SQR-Server"-Technologie und die neue Portaltechnik. Seit kurzem ist Version 5.2 des Werkzeugs auf dem Markt und nun auch für die Standardsoftware "Peoplesoft 8" verfügbar.

Rund 270 Millionen Dollar in Aktien hatte sich Brio im Frühjahr den Kauf seines langjährigen Partners Sqribe kosten lassen. Dafür winkten eine Verdoppelung der eigenen Belegschaft, eine Verdreifachung der Klientel und ein Jahresumsatz von 100 Millionen Dollar. Sqribe, das anders als Brio hierzulande eine größere Anwenderbasis aufweisen kann, ergänzt zudem mit seinen Reporting-Produkten Brios Portfolio. Dementsprechend sehen viele Marktbeobachter in der Fusion der beiden Hersteller eine sinnvolle Entscheidung, die Brio zudem helfen könnte, sich im immer härter umkämpften Markt für BI neben Konkurrenten wie Cognos, Microstrategy oder Business Objects zu behaupten.

Laut Eckhard Voigt, vormals Sqribe-Chef in Deutschland, jetzt in derselben Position bei Brio, will der Hersteller nun zügig eine Mannschaft aufbauen und sich künftig insbesondere im Consulting, sprich Projekt-Management, engagieren. Ausdruck dieser Strategie ist auch die im Oktober gegründete Geschäftseinheit Brio Professional Services Division, die weltweit Dienstleistungen rund um BI und ihre Web-Integration anbieten soll. Die Produkte möchte Brio vor allem direkt vertreiben und hofft beim Lizenzgeschäft auf Cross-Selling-Möglichkeiten mit bisherigen Sqribe-Kunden. Diese könnten künftig ihrem Berichtssystem weitergehende Analyse-Anwendungen von Brio für das Online Analytical Reporting (Olap) hinzufügen.

Derzeit bestehen noch Überlappungen im Portfolio, etwa beim Reporting oder bei der Server-Technologie. Insgesamt jedoch bezeichnet Brio die Integration der Sqribe-Produkte in das eigene Portfolio als weitgehend abgeschlossen. Ausdruck davon ist die kürzlich vorgestellte Architektur "Brio One". Diese basiert auf Windows NT und setzt sich aus den Analyse-, Query- und Reporting-Produkten "Brio Enterprise" 6.0, Sqribes High-end-Berichtswerkzeug "SQR Enterprise", das jetzt "Brio Report" heißt, sowie dem überarbeiteten Web-Portal "Brio Portal 6.0" zusammen. Hinzu kommen "Brio Applications", die Best Practices in Form von anpassbaren Templates bieten. Verfügbar sind derzeit solche "Schablonen" für die Fertigungsindustrie, eine Variante für Logistikunternehmen ist in Planung.

Zugleich werden das Produkt-Flaggschiff Brio Enterprise sowie das Portal weiterhin auch separat angeboten. Letzteres läßt sich laut Hersteller anders als Konkurrenzprodukte ohne Integrationsplattform betreiben. Allerdings bestehe nach Einschätzung Voigts in Deutschland derzeit noch eine geringe Nachfrage bei BI-Portalen. Daher sei eine derartige personalisierbare Browser-Oberfläche mehr als Option für die Zukunft zu sehen und stehe strategisch nicht im Mittelpunkt.

Wie eine ganze Reihe anderer Hersteller in der BI-Branche hofft Brio zudem, einen weiteren Absatzmarkt bei Anwendern betriebswirtschaftlicher Standardsoftware zu finden. So bietet das Unternehmen das Web-basierte Berichtswerkzeug "Brio Report für SAP R/3", das für Release 4.6 der Walldorfer Software jetzt mehr als 1500 BAPI-Aufrufe enthält.

Das Tool verfügt über eine semantische Schicht, den "Direct Data Object Layer", mit dem sich SQL-Aufrufe laut Hersteller automatisch in BAPI-, multidimensionale oder andere nichtrelationale Strukturen umwandeln lassen. Unter der Motorhaube nutzt Brio Report Sqribes "SQR-Server"-Technologie und die neue Portaltechnik. Seit kurzem ist Version 5.2 des Werkzeugs auf dem Markt und nun auch für die Standardsoftware "Peoplesoft 8" verfügbar.