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16.03.1979 - 

Die omnipotente Konkurrenz führt zum Handelsbilanz-Defizit: \

Briten müssen sinnlose DV-Ziele aufgeben

LONDON (ee) - Erheblich zurückstecken müssen die Briten, die bis 1980 bei Computerprodukten einen Handelsbilanzüberschuß von 200 Millionen Pfund Sterling erreichen wollten. Nachdem sich bereits 1977 das Außenhandelsdefizit der Sparte um 37 Prozent auf 152 Millionen Pfund ausgeweitet hat und der Passivsaldo seither ununterbrochen wächst, hat der britische National Economie Development Council (NEDC) das ehrgeizige Exportziel aufgegeben.

NEDC-Mitglieder (Regierungsvertreter, Wirtschafts- und Gewerkschaftsrepräsentanten) kritisierten die in Großbritannien besonders deutliche Schwäche bei der Produktion von peripheren Ausrüstungen, für die es einen stark wachsenden Markt gebe. Hier soll das Handelsministerium die Produktentwicklung gezielt fördern und ausländische Unternehmen zu Investitionen in diesem Sektor anregen.

Konsequenzen könnten die NEDC- Vorschläge für ICL haben, falls die Subventionen für Datenverarbeitung auf der Insel nicht ausgeweitet werden. Denn das Council regt an, künftig nicht nur die zu 25 Prozent in staatlichem Besitz befindliche ICL zu fördern, sondern auch andere Unternehmen zu subventionieren.

Strategie der britischen Computerindustrie müsse es sein, "eine gewisse Selektion vorzunehmen, anstatt den aussichtslosen Versuch zu betreiben, in allen Produkt- und Anwendungssparten zu konkurrieren", heißt es in dem Bericht. Als Marktsegmente mit den besten Wachstumschancen bezeichnet das Council intelligente Terminals, Verbundsysteme und die Textverarbeitung.

Insgesamt hat Britanniens EDV-Industrie 1977 705 Millionen Pfund Sterling umgesetzt, das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr; die Dienstleistungen haben um 17 Prozent zugenommen und ein Volumen von 265 Millionen Pfund Sterling erreicht. Derzeit sind rund 46 000 Beschäftigte in der DV-Industrie auf der Pay roll.