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19.04.2002 - 

Rückkehr ins Mobilfunkgeschäft

British Telecom setzt auf Wireless WLANs statt UMTS

LONDON (CW) - British Telecom (BT) engagiert sich knapp sechs Monate nach dem Ausstieg aus dem Mobilfunk-Business wieder in Sachen mobile, funkbasierende Lösungen. Technische Basis der neuen Strategie sind Wireless LANs (WLANs) gemäß IEEE 802.11b.

Erst im November war die British Telecom mit der Abspaltung ihres Mobilfunkbereichs in das eigenständige Unternehmen MMO2 aus diesem Marktsegment ausgestiegen. Diese Entscheidung hat BTs neuer CEO Ben Verwaayen nun revidiert. Er will mit neuen Mobilfunkleistungen für Unternehmenskunden bis zum Geschäftsjahr 2004/05 jährlich einen zusätzlichen Umsatz von rund 260 Millionen Dollar generieren. Hierzu plant der Konzern die Gründung eines eigenen Mobilfunk-Service-Providers.

Allerdings wird der Carrier dabei nicht mehr wie in der Vergangenheit ein eigenes, flächendeckendes Mobilfunknetz aufbauen. Vielmehr will das Unternehmen einen Teil der Services als virtueller Netzbetreiber über die Infrastruktur von MMO2 realisieren.

Des Weiteren sieht die neue Strategie die Errichtung von "Hot spots" mit Hilfe der WLAN-Technologie vor. An ausgewählten Punkten wie Hotels, Bahnhöfen oder Flughäfen sollen Geschäftskunden künftig einen mobilen Datenzugang erhalten, der laut BT dreimal schneller ist als die von der Konkurrenz geplanten UMTS-Dienste. Ein weiterer Vorteil für BT ist, dass es sich bei den verwendeten Wireless LANs um ein etabliertes Übertragungsverfahren handelt, das seine Feuertaufe im Gegensatz zu UMTS bereits in der Praxis bestanden hat.

Allerdings wartet auf den Carrier in Großbritannien noch ein regulatorisches Problem: Die von WLANs gemäß IEEE-Standard 802.11b verwendete Frequenz von 2,4 Gigahertz ist nicht für kommerzielle Dienste freigegeben. Eine entsprechende Änderung der Vorschriften wurde jedoch für Juni 2003 in Aussicht gestellt.

Dann will BT an vorerst 400 Hot spots mit seinem neuen Dienst starten. Bis 2005, so die Planung, erfolgt dann die Ausweitung des Angebots auf rund 4000 Orte. In dieser Ausbauphase rechnet der Carrier mit einem jährlichen WLAN-Umsatz in Höhe von 43 Millionen Dollar. (hi)