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13.10.2000 - 

Streit geht in die nächste Runde

Broadcom will die Auslieferung von Intel-Chips verhindern

MÜNCHEN (CW) - Broadcom wirft Intel vor, in seinen neuen Netzchips Patente der in Irving ansässigen Firma zu verletzen. Mit einer Klage vor einem Gerichtshof in Santa Clara versucht Broadcom nun, die Auslieferung der Intel-Produkte zu verhindern.

Laut Broadcom verletzen Intel-Chips, mit denen der Halbleitergigant den Markt für Highspeed-Netze adressiert, eigene Patentrechte. Deshalb will der Intel-Konkurrent die Auslieferung dieser Produkte mit einer Klage stoppen. Außerdem soll ein unabhängiger Beobachter Intel überwachen und zukünftig dafür sorgen, dass keine Broadcom-Rechte mehr verletzt werden.

Im März beschuldigte Intel seinen Konkurrenten, ehemalige Mitarbeiter der in Santa Clara ansässigen Company angeheuert zu haben, um Geschäftsgeheimnisse von Intel auszuhorchen. Per gerichtlicher Verfügung gelang es Intel im Juni, Broadcom die Anstellung eines ausgeschiedenen Intel-Angestellten zu untersagen. Ferner setzte der Richter einen Beobachter auf Broadcom an, um die weiteren Aktionen der Firma zu überwachen. Zuletzt klagte Intel im August vor einem Gericht im US-amerikanischen Bundesstaat Delaware, weil der Wettbewerber angeblich fünf Patente des Chipherstellers verletzt habe.

Broadcom-CEO Henry Nicholas wies die Vorwürfe als völlig unsinnig zurück und konterte mit der Klage, Intel wolle einen missliebigen Konkurrenten aus dem Weg räumen. Mit der am 25. September eingereichten Klage geht Broadcom in die Offensive. Intel soll per Gerichtsbeschluss untersagt werden, seine jüngsten Netzchips auszuliefern, weil diese nach Ansicht von Broadcom auf eigenen Techniken beruhen. Intel sieht der Klage gelassen entgegen. Ein Sprecher der Kalifornier erklärte, die Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage.