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14.09.2006

Brocade drängt in den Markt für File Area Networks

Mit mehr als 20 neuen Produkten und Services beginnt der Hersteller das vierte Geschäftsquartal.

Der Hersteller hat den "SAN Director 48000" aus der "Silkworm"-Familie so erweitert, dass er jetzt über 384 Ports in einem Chassis verfügt. Das entspricht einer Steigerung der Port-Dichte um 50 Prozent. Die Schaltzentrale bedient offene Systeme und Mainframes und verfügt jetzt auch über die Möglichkeit, iSCSI zu verarbeiten: Über ein ebenfalls neues Blade können bis zu 512 iSCSI-Server angeschlossen werden.

Auf Interoperabilität bedacht

Brocade bemüht sich um Interoperabilität mit SAN-Lösungen von McData und Cisco. So wurde das "Access Gateway" vorgestellt, eine Zusatzsoftware für die hauseigenen Switch-Produkte auf Blade-Basis. Das Programm verbessert die Virtualisierungsfunktionen und die Interoperabilität mit den Switches und Directors von McData und Cisco. Andere Neuerungen im Softwarebereich betreffen den "Data Migration Manager". Die neue Version des Programms erlaubt die Online-Migration von Daten im SAN ohne Unterbrechung der Applikation. Der "Application Resource Manager" unterstützt jetzt neben Fibre-Channel- auch iSCSI-Umgebungen.

Die Produktfamilie "Tapestry" für das File-Management erhielt ebenfalls Zuwachs, der insbesondere den neuen Markt für "File Area Network" (FAN) betrifft. So liegt die Datei-Verwaltungssoftware "StorageX" in der Version 5.8 vor, die zusätzliche Konsolidierungsmöglichkeiten bietet. Insbesondere soll eine Automatisierung von Aufgaben über die Festlegung von Richtlinien (policies) möglich sein. Die Lösung für Wide-Area-File-Services (WAFS) wurde als Version 3.0 gezeigt und enthält jetzt auch Funktionen für Recovery und Datenreplizierung. Innovationen gibt es beim "File Lifecycle Manager", der der Datenklassifizierung dient und jetzt die "Snaplock"-Software von Netapp unterstützt.

Zehn neue Serviceangebote runden Brocades Initiative ab. Die professionellen Dienste sind in Familien aufgeteilt, etwa für Verwaltung und Optimierung von File-basierenden Daten in einem FAN.

Brocade begann kürzlich in den USA eine teure Werbekampagne, die Brocade- und McData-Kunden beruhigen soll. Da sich das Produktportfolio beider Companies stark überschneidet, befürchten manche Kunden, dass ihre Plattformen in Zukunft nach einem Merger nicht mehr unterstützt werden. Mitbewerber Cisco schürt diese Ängste. Brocade versichert allerdings, dass man an einem Mikrocode arbeite, der die "native" Interoperabilität beider Produktlinien gewährleisten solle. (kk)