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10.08.2001 - 

Neuer Vorsitzender im Aufsichtsrat

Brokat holt sich Sanierer an Bord

MÜNCHEN (CW) - Insidern zufolge droht der Brokat Technologies AG im kommenden Quartal die Insolvenz. Nun hat sich der Stuttgarter Softwarehersteller zu einer Kursänderung entschlossen. Künftig soll der Insolvenzverwalter Dirk Pfeil den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen.

Die Lage für Brokat ist ernst. Ende März verfügte der Softwarehersteller noch über liquide Mittel in Höhe von 89 Millionen Euro. Im zweiten Quartal (Ende: 30. Juni) standen dem Unternehmen nur noch 41 Millionen Euro zur Verfügung. Das könnte einer der Gründe dafür sein, dass der designierte Vorsitzende des Aufsichtsrats der AG kein Softwareexperte, sondern ein erfahrener Sanierer von angeschlagenen Unternehmen ist. Der Betriebswirt aus Frankfurt am Main hat während seiner 25-jährigen Laufbahn den ersten Pleitefall am Neuen Markt, die Internet- und Telefongesellschaft Gigabell, abgewickelt. Der bisherige Brokat-Aufsichtsratschef Falk Strascheg, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der zerschlagenen Technologie Holding, legte sein Mandat indessen nieder. Mit ihm zogen sich auch Hermann Wundt und Jörg Harms zurück. Laut Unternehmenssprecher Reiner Jung seien dafür persönliche Gründe ausschlagebend gewesen.

So habe sich Strascheg schon vor längerer Zeit zu diesem Schritt entschlossen. Harms, ehemaliger Deutschland-Chef von Hewlett- Packard, habe mit der Abgabe des Mandates die Vielzahl seiner Ämter reduzieren wollen. Die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder werde jedoch vorerst nicht aufgestockt. Damit setzt sich der Aufsichtsrat künftig aus Angelika Pohlenz, Lothar Pauly, Boris Anderer und Pfeil zusammen.