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30.03.2001 - 

Produkte von Gemstone und Blaze an Bord

Brokat stellt neue Integrationsplattfom fertig

MÜNCHEN (as) - Mit der Produktsuite "Brokat Server Technologies 4.5" stellt die Stuttgarter Brokat AG den Nachfolger der bisherigen Integrationsplattform für E-Commerce-Anwendungen "Twister" vor.

Ingesamt 1,7 Milliarden Mark in Form von Aktien hatten im Juli letzten Jahres ihren Besitzer gewechselt, als Brokat auf einen Schlag zwei Softwarespezialisten kaufte. Der kalifornischer Anbieter Blaze hatte dafür eine regelbasierte Engine für die Personalisierung von Kundeninteraktionen mit in die Ehe gebracht. Gemstone war vor allem für seinen Java-Applikations-Server "Gemstone/J" bekannt gewesen.

Zukäufe integriertMit Brokat Server Technologies (BST) melden die Stuttgarter nun die Verfügbarkeit einer Integrationsplattform, die erstmals Technologien aus den Zukäufen in sich birgt. Sie vereint die bisherige Plattform Twister mit Gemstone/J zu einem Applikations-Server, der in zwei Ausprägungen erhältlich ist. Dabeit unterstützt die Advanced-Edition nur die J2EE-Plattform, während die Enterprise-Edition zusätzlich Corba und C++-Services sowie Connectoren für die Anwendungsintegration enthält.

Insbesondere möchte sich der Hersteller bei der Anwendungskommunikation über mobile Ausgabegeräten empfehlen. Daher betont er die Multi-Channel-Fähigkeit und Sicherheitsfeatures seines Produktes und die Möglichkeit, redundanzfrei die selbe Logik für diverse Einsatzgebiete nutzen zu können. Außerdem enthält BST rund 50 zusätzliche Anwendungsbausteine (Add-ons) für diverse Integrationsaufgaben mit dem Backoffice, sowie solche zur Kundenverwaltung und Personalisierung von Content, die unter anderem von Balze stammen.

Derartige Dienste sollen zahlreiche Integrationsaufgaben erleichtern und beschleunigen helfen. Sie gibt es als Add-ons für eine Reihe von Gateways, über die Endgeräte wie PC, Telefon, Mobiltelefon oder PDA sowie Vertriebskanäle wie Web, Call Center oder E-Mail auf Anwendungen und Daten zugreifen können. Andere Schnittstellen für Enterprise Application Integration (EAI) - Brokat spricht hier von Accesoren und Parser/Generatoren - dienen der Kopplung der eigenen Plattform mit heterogenen Anwendungslandschaften, Prozessen und Protokollen.

Zudem bietet der Hersteller Verwaltungswerkzeuge für den Server und arbeitet an M-Commerce-Anwendungen, die als "M-Ecosystems" beschrieben werden. Erstes Ergebnis dieser Strategie ist der "Brokat M-Trust Server". Dieser soll es Anbietern von mobilen Diensten ermöglichen, kompatible mobile digitale Signaturen zur Authentifizierung und Autorisierung von Kunden zu akzeptieren.

Zahlreiche KonkurrentenMit seinem Angebot konkurriert Brokat mit Herstellern von Java-Applikations-Servern wie Sun, Bea Systems, IBM oder Iona. Auch diese verfolgen derzeit eine vergleichbare Startegie und sind dabei, ihre Produkte zu umfangreichen Plattformen für diverse Integrations- und Anwendungsszenarien aus- und umzubauen. Ganz in der Argumentation der Konkurrenz grenzt sich auch Brokat von Herstellern von Front-Office-Anwendungen etwa für das Customer-Relationship-Management ab, indem man sich vor allem als Infrastrukturlieferant bezeichnet und auf entsprechende Partnerschaften setzt. Gegenüber der Konkurrenz hofft der Hersteller sich vor allem dank seines Know-hows bei Wireless- und Finanzanwendungen durchsetzen zu können.

Abb: Kommunikationskanäle bündeln

Der Java-Applikations-Server soll das Backoffice und diverse Clients miteinander integrieren. Quelle: Brokat