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22.11.1996 - 

IBM stellt "Host-on-Demand"-Software vor

Browser greifen auf Host-Daten zu

Mit Host-on-Demand kann sich ein Java-fähiger Browser auf eine 3270-Telnet-Emulations-Session aufschalten. Wichtig ist, daß Anwender so Zugriff auf Host-Daten bekommen, ohne hierfür einen zusätzlichen Programmieraufwand leisten zu müssen.

Host-on-Demand ist ein Zusatzprogramm (Add-on) zu IBMs "Communications Server", das Anfang kommenden Jahres kostenlos vergeben werden soll. Der Communications Server fungiert als Gateway zwischen dem SNA- und dem TCP/IP-Protokoll.

Bereits früher hatte IBM Koprozessortechnologien für die SNA-WWW-Anbindung sowie Konvertierungsmöglichkeiten für 3270-Datenströme ins HTML-Format vorgestellt. Mit der Op- tion, vom Desktop per Browser ohne große Umstände auf SNA-Applikationen zugreifen zu können, leitet das Armonker Unternehmen nach Meinung des US-Beraters Anura Guruge eine wichtige Entwicklung im SNA-Umfeld ein. Host-on-Demand ist nach Ansicht der IDC-Analystin Cindy Borovick auch deshalb von großem Interesse, weil sich mit diesem Werkzeug die Kosten in DV-Zentren für die Softwaredistribution senken lassen.

Berater Guruge glaubt, daß der Zugriff auf SNA-Applikationen über Browser eine zwingende Antwort auf die drängende Frage sei, wie sich herkömmliche Host-Applikationen ohne große Reibungsverluste zuverlässig in Internet- und Intranet-Umgebungen einbinden lassen.

Nicht zuletzt erledigten sich auf diese Weise die Forderungen, die aus Host-Terminal-Strukturen bekannten, wenig eleganten Benutzeroberflächen entscheidend aufzufrischen. Und dies, ohne daß hierzu Applikationen modifiziert werden müssen.

Auch die Apertus Technologies Inc. aus Eden Prairie, Minnesota, und die Simware Inc. aus Ottawa bieten 3270-HTML-Konversions-Software-Produkte, die dem IBM-Tool ähnlich sind. Allerdings basieren sie nicht auf der Java-Technologie. Die White Pine Software Inc. hat ferner mit "Webterm" ein 3270-Web-Produkt vorgestellt, das Terminalbenutzer in die Lage versetzt, mittels eines Browsers als Client auf IBM-Mainframes oder AS/400-Hosts genauso zugreifen zu können wie auf Unix- und DEC-Server.

Ganz ohne Einschränkungen ist jedoch auch diese neue Möglichkeit, Internet- beziehungsweise Browser-Technologien in der Welt der sogenannten Legacy-Systeme zu nutzen, nicht zu haben. Guruge sagt, Anwender, die sich einer der neuen Host-Browser-Zugriffstechnologien bedienen wollten, sollten wissen, daß es verschiedene Möglichkeiten der Implementierung solcher Lösungen gibt. Diese könnten sich dann unterschiedlich auf in der Großrechnerwelt gewohnte Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Sicherheit des Systems auswirken.