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29.03.1991

BS2000 und MDT - eine Symbiose

Kein offenes, aber ein immer offeneres Betriebssystem soll BS2000 werden, wenn es nach den Vorstellungen der Marketing-Verantwortlichen geht. Es komme darauf an ein sinnvolles Nebeneinander von Mainframe und offenen Systemen zu scharfen, wobei die Kommunikation über die entsprechenden OSI-Protokolle eine entscheidende Rolle spiele. Aus Sicht der SNI-Experten ist klar: BS2000 wird im Rahmen der Client-Server-Konzepte als Datenserver im Hintergrund eine entscheidende Rolle spielen Damit aber hängt das zukünftige BS2000-Geschäft primär vom erfolgreichen Verkauf der Unix-Systeme ab, die als Filial- und zum Teil als Arbeitsplatz-Rechner zum Einsatz kommen.

BS2000 selbst, so versichert das SNI Marketing, ist auf den Sprung in die neue DV-Epoche vorbereitet. Weniger günstig sind jedoch die Vorzeichen für die Vermarktung der Unix-Produkte. Obwohl die SNI-Geschäftsführung kürzlich ein Statement of Direction abgegeben hat, macht die Unix-Politik des Konzerns eher einen diffusen Eindruck: Neben einer ClSC-Rechnerlinie auf Intel-Basis und einer RlSC-Reihe mit Mips-Prozessoren soll zunächst auch die Targon/31 mit Motorola-Technologie im Angebot bleiben.

Doch nicht nur das Unix-Konzept, auch die traditionell unterschiedlichen Unternehmenskonzepte von Siemens und Nixdorf stehen den Unternehmen heute im Wege. Früher machte die Abteilung Daten- und Informationstechnik im Hause Siemens 70 Prozent ihres Geschäfts mit dem proprietären BS2000-System. Betrieben wurde das "klassische Systemgeschäft im alten Sinne" Nach der Fusion aber geriet der BS2000 Sockel ins Wanken: Plötzlich stand die Mittlere Datentechnik im Blickpunkt, die heute etwa 60 Prozent des gesamten SNI-Geschäfts ausmacht - ein Zustand, der für die BS2000-Mannschaft nur schwer nachrollziehbar sein dürfte. Mittlere Systeme erfordern im Gegensatz zu Großrechnern ein aggressiveres Marketing und einen engen Kontakt zum Kunden. Es geht in erster Linie um den Absatz von Stückzahlen. Für die Zukunft von SNI und damit auch für die Zukunft von BS2000 wird angesichts des künftigen Geschäfts mit Client-Server-Technologien entscheidend sein, ob die grundsätzlich unterschiedlichen Kulturen erfolgreich miteinander verschmolzen werden können.