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Bildkommunikation steht vor dem Durchbruch


07.05.1993 - 

BT bietet europaweit Loesungen fuer Videokonferenz-Uebertragung

Die Technik der Videokonferenz biete mittlerweile ein Preis- Leistungs-Verhaeltnis, bei dem "der Einsatz entsprechender Komponenten Realitaet wird", erklaerte Wolfgang Mudter, Geschaeftsfuehrer der BT Telecom (Deutschland) GmbH, vor Vertretern der Fachpresse anlaesslich der Vorstellung der VC5000er-Serie, mit der der britische Carrier den Markt fuer Bildkommunikationsdienste massiv angehen will. Immer mehr international taetige Unternehmen nutzen, so Mudter, die Moeglichkeiten visueller Kommunikation, die gegenueber einem reinen Telefongespraech deutliche Vorteile bieten - als da waeren: bessere Verstaendigung, direkter Austausch von Dokumenten, Grafiken etc. sowie Zeitersparnis und Reduktion von Reisekosten.

Die Gruende fuer den Durchbruch laegen zum einen in den sinkenden Kosten fuer Videokonferenz-Anlagen, zum anderen in der wachsenden Bandbreite der Uebertragungsmoeglichkeiten. Dies gilt insbesondere, wie es bei BT heisst, fuer den flaechendeckenden Ausbau des europaeischen ISDN-Netzes, das die integrierte Uebermittlung von Bild, Ton und Sprache ueber das digitale oeffentliche Telefonnetz ermoegliche. BT-Kunden koennen darueber hinaus aber auch zwischen Mietleitungen und dem BT-eigenen Dienst "Managed Links" waehlen.

Herzstueck der Videokonferenz-Technik ist der sogenannte Codec, der die analogen Bildsignale in digitale Codes umwandelt und komprimiert, so dass sie ueber digitale Netze gesendet und empfangen werden koennen. Die eingehenden digitalen Codes uebertraegt der Codec umgekehrt wieder in analoge Bildsignale. Mit einem geschaetzten Anteil von rund 50 Prozent an den europaweit installierten Videocodecs ist BT nach eigenen Angaben Marktfuehrer in diesem Sektor. So ermoeglicht beispielsweise schon die Familie der VC- 2000-Codecs flexible Einsatzmoeglichkeiten in Verbindung mit ISDN, RS449, G.704, T1, X.21 sowie V35 und realisiert Uebertragungsraten von 56 Kbit/s bis mehr als 2 Mbit/s.

Mit der nun vorgestellten VC5000-Familie will BT erstmals eine komplette Palette von Videokonferenz-Systemen unterschiedlicher Preisklassen einem breiteren Markt anbieten. Die Loesungen bestehen aus einem oder mehreren Bildschirmen, Kamera(s), Codec und Uebertragungseinrichtungen, die ohne

grossen Aufwand in herkoemmlichen Bueroraeumen installiert werden koennen.

Die Spannweite reicht dabei vom ausbaufaehigen Einstiegsmodell VC5001 (rund 75 000 Mark) ueber die Einzelbildschirm-Loesung VC5100 (rund 88 000 Mark) bis hin zur aufwendigen Doppelbildschirm-Anlage (105 000 Mark).

Noch im Laufe dieses Jahres wird BT mit der VC7000-Familie ausserdem tragbare Systeme auf den Markt bringen, mit denen pro Standort bis zu drei Personen mit anderen Teilnehmern kommunizieren koennen. Die in Grossbritannien bereits erhaeltliche Loesung fuer PCs beziehungsweise Workstations ist das Ergebnis eines Joint-ventures zwischen IBM und BT. Insgesamt blicken die Briten, was die weitere Marktentwicklung fuer Videokonferenz-Systeme angeht, optimistisch in die Zukunft. So soll nach Schaetzungen diverser Marktforscher der europaeische Videokonferenz-Markt bis 1995 auf ein jaehrliches Volumen von ueber 420 Millionen Dollar anwachsen.