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30.06.2000 - 

In den USA besitzt der Carrier ein Patent

BT will ISPs für Hyperlinks zur Kasse bitten

MÜNCHEN (CW) - Einige Internet-Service-Provider (ISPs) in den USA dürften sich ziemlich erschrocken haben, als sie eine Aufforderung von British Telecommunications (BT) erhielten, Patentgebühren an den britischen Carrier abzuführen.

Das Unternehmen behauptet, die Rechte an einer Technologie zu besitzen, ohne die Hyperlinking im Internet nicht möglich wäre. Für die Nutzung seines Patents will BT nun kräftig kassieren. Experten rechnen mit Forderungen in Millionenhöhe.

BT hat sein Augenmerk vor allem auf die USA gerichtet, wo das Patent noch bis 2006 gilt. Erstaunlich ist allerdings, dass BT erst jetzt auf die Idee kommt, aus seinem Patent Profit zu schlagen. Ein Sprecher des TK-Konzerns erklärte, das Patent erweise sich erst seit kurzem als lukrativ, da Hyperlinking noch nicht sehr lange zu kommerziellen Zwecken eingesetzt werde.

Ob BT jedoch mit seiner Forderung in den USA Erfolg hat, bezweifeln die meisten Experten. Schließlich handele es sich hier um einen grundlegenden und wichtigen Teil des Internet. Bei Allgemeingut sei es schwierig, Patentrechte einzuklagen. Derzeit versuchen viele Unternehmen, mit ähnlichen Forderungen durchzukommen. So verklagte der Online-Handel Amazon.com im vergangenen Jahr seinen Konkurrenten Barnesandnoble.com wegen Verletzung seines "One-Click"-Patents, das den Einkauf im Web vereinfacht.

BT zufolge geht es nicht darum, Tim Berners-Lee, der allgemein als Erfinder des Web bezeichnet wird, etwas wegzunehmen: "Allerdings haben wir eine Methode zur Strukturierung von Informationen entwickelt, die den Zugriff darauf vereinfacht."

Fest steht, dass die Hyperlink-Technologie ihre theoretischen Wurzeln bereits in den 40er Jahren hat. Damals wurde sie versuchsweise zur Verlinkung von Mikrofilmen eingesetzt. In den 60er Jahren hatte dann Douglas Engelbart, der Erfinder der Maus, ein erstes elektronisches Hypertext-System mit Hyperlinks entwickelt.