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29.06.1984

Btx darf in kleineren Städten nicht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesehen werden:Kommunen können Programm in Ruhe vorbereiten

Nicht alles, was technisch möglich ist, muß auch realisiert werden, schon gar nicht von Kommunen, die ständig über leere Kassen jammern. Das heißt, jede Stadt und Gemeinde muß für sich entscheiden, ob sie - in welcher Form auch immer - als Anbieter am Bildschirmtextdienst teilnimmt. Jede Kommune muß für sich die Fragen des Rationalisierungspotentials, der gesellschafts- und medienpolitischen Auswirkungen sowie des Datenschutzes beantworten. Um Mißverständnisse zu vermeiden, die Teilnahme am Btx-Dienst bedarf keiner Frage. Ein Bildschirmtextgerät gehört in jedes Rathaus, um die Vorzüge dieses Dienstes für eigene Informationsbeschaffung nutzen zu können und über den Mitteilungsdienst erreichbar zu sein.

Wenn eine Stadt die grundsätzlichen Fragen zu Btx erst einmal beantwortet hat und zum Ergebnis gekommen ist, nicht nur als Teilnehmer, sondern selbst als Anbieter auftreten zu sollen, dann stellt sich vor allem die Frage nach dem angemessenen Verhältnis von Kosten und Nutzen, die auch nur individuell beantwortet werden kann. Grundsätzlich kann gelten, daß auf ein eigenes Programm verzichten sollte, für den fünfstellige Summen im Bereich städtischer Öffentlichkeitsarbeit eine Nummer zu viel sind.

Die vielzitierte Million

Der wesentliche Faktor für den Nutzen von Bildschirmtext ist allerdings, soweit nicht die Nutzung als Inhouse-System oder die geschlossene Benutzergruppe im Vordergrund stehen, die zu erwartende Teilnehmerzahl. Die vielzitierte Million, mit der die Deutsche Bundespost und diverse Btx-Propagandisten noch bis zum vergangenen Jahr operierten wird zumindest in Zusammenhang mit dem ursprünglich anvisierten Termin 1986 kaum mehr genannt. Sollte bis dahin überhaupt eine halbe Million Teilnehmer - und dann noch zum weit überwiegenden Teil im geschäftlichen Bereich - erreicht sein so kann von "Bürgernähe via Btx" wahrlich nicht gesprochen werden; gerade in kleineren Städten darf dann aber Bildschirmtext unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten schon überhaupt nicht mehr betrachtet werden.

Es ist müßig, darüber zu spekulieren, welchen Anteil Planungs- und andere Fehler der Deutschen Bundespost an den mittlerweile spürbar zurückgegangenen Erwartungen für die Btx-Zukunft haben. Wichtig erscheint mir, daß die Deutsche Bundespost nicht weiterhin für Irritationen sorgt, zum Beispiel durch verfehlte oder fehlende Informationspolitik und die Einführung weiterer dem Btx-Mitteilungsdienst ähnlicher Übertragungstechniken. Die Post sollte alles vermeiden, was für weitere Planungsunsicherheit sorgt.

Die Kommunen, die Anbieter sind oder werden wollen, sollten vor Entscheidungen mit weitreichenden finanziellen Auswirkungen intensiv vor allem die Entwicklung der Gerätekosten auf der Teilnehmerseite verfolgen. Sie sollten auch die Entwicklung anderer elektronischer Dienste wie Teletex oder Teletext aber auch Videotext, schließlich des sich neben den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten entwickelnden privaten Fernsehens nicht aus dem Auge verlieren.

Quintessenz dieser Vorbemerkungen: Die Kommunen stehen weder unter zeitlichem noch unter dem Erwartungsdruck ihrer Bürger, allenfalls derjenigen, die in der Stadtverwaltung einen Kunden für Btx-Hard- und Software sehen. Angesichts der statt ursprünglich 150 000 nun nach Einschätzung der Bundespost höchstens 100 000 Teilnehmern - ich vermute weit weniger - zum Ende dieses Jahres können die Städte ihre Entscheidungen und gegebenenfalls ihre Bildschirmtext-Programme in aller Ruhe vorbereiten.

Von den Pionieren, den zahlreichen Städten, die sich meist weitab ihrer heimischen Grenzen in den Feldversuchsgebieten in Berlin und Düsseldorf engagiert haben sollten die neuen kommunalen Anbieter lernen.

In den Verzeichnissen der Deutschen Bundespost tauchen immerhin schon zu Feldversuchszeiten über 200 Kommunen als Anbieter auf wobei allerdings nur etwas mehr als 30 über ein eigenständiges Programm verfügen. Ansonsten handelt es sich vor allem um meist kopierte und ausschließlich auf den Fremdenverkehr abgestellte Programme. Ich habe 26 wirklich - weil nicht nur auf Bürger außerhalb der eigenen Stadtgrenzen ausgerichtete - kommunale Programme ausgewertet, vier des "Kommunales Bildschirmtext-Informationssystem Mittlerer Neckar", wovon noch die Rede sein wird.

Eigene Leitseite oder Unteranbieter?

Nur sieben Städte bieten bislang mit eigener Leitseite ein Programm an, 15 (4) sind Unteranbieter, dabei 13 bei einer Zeitung oder einem Verlag, eine (4) bei einem Rechenzentrum, das allerdings ebenfalls zu einer Verlagsgruppe gehört, nur eine bei einer Agentur.

Erstaunlich ist, daß von den 15 Unteranbietern nur vier nach Ablauf der Übergangslösung unter einer eigenen Leitseite anbieten wollen. Während dies für zwei (1) Städte noch offen ist, erklärten immerhin neun (3) ihr "Nein".

Eine Stadt- oder Gemeindeverwaltung sollte auf eine eigene Leitseite aber nicht verzichten. Angesichts der geringen Kosten, für die dem Btx-Teilnehmer Klarheit verschafft werden kann, muß eindeutig dafür plädiert werden, daß Kommunen ein eigenes Programm grundsätzlich nur unter eigener Leitseite anbieten sollten.

Bundesweit oder regional?

Für die befragten kommunalen Feldversuchsanbieter scheint es offenkundig notwendig zu sein, bundesweit anzubieten: 14 wollen das tun, nur drei (2) wollen sich auf ein regionales Angebot beschränken, worunter sich - für mich unverständlich - zwei der größten Städte Nordrhein-Westfalens befinden, fünf (2) sind noch unentschlossen.

So eindeutig ist die Frage allerdings aus meiner Sicht nicht zu beantworten. Für die Bürger der eigenen Stadt und der Umgebung kann Bildschirmtext angesichts der von der Deutschen Bundespost erfreulicherweise an die Grenzen der Regierungsbezirke angepaßten regionalen Bereiche kostengünstig angeboten werden.

Schon die Relation der bereits genannten 600 Mark für die regionale Leitseite pro Jahr gegenüber 4200 Mark für die bundesweite Leitseite deutet an, daß für das bundesweite Angebot deutlich höhere Kosten anfallen. Da der Btx-Teilnehmer - später für eine Übermittlungsgebühr von einem beziehungsweise zwei Pfennigen pro Seite - durchaus die Möglichkeit hat, auch regionale Informationen aus anderen Bereichen abzurufen, stellt sich die Notwendigkeit eines bundesweiten Angebotes eigentlich nur für bestimmte Programmteile, wie Fremdenverkehrswerbung oder Wirtschaftsförderung. Dabei biete es sich zur Kosteneinsparung allerdings an, diese Programmteile unter dem Dach einer überörtlichen öffentlichen Einrichtung wie beispielsweise einem Kreis anzubieten. Neben dieser Kooperationsform oder der Möglichkeit, typischen Bürgerservice regional und nur kleinere Programmteile bundesweit anzubieten, kann für eine Kommune im Normalfall ein regionales Angebot als ausreichend empfunden werden.

Wer soll erstellen?

Schon während der Feldversuche mit dem heute fast diskriminierten - dafür aber funktionierenden und zudem leicht einzugebenden - alten Standard wurde das Programm der Kommunen nur in Ausnahmefällen von eigenem Personal aufgebaut; im Prinzip gilt der Schlüssel, wie er sich bei den Unteranbietern darstellt, wobei die Bildschirmtext- oder auch Werbeagenturen beim Programmaufbau allerdings einen deutlich höheren Anteil hatten. Die mit dem neuen europäischen Standard gestiegenen Ansprüche dürften es im Normalfall nicht erlauben, den Einstieg als Anbieter ausschließlich mit eigenem Personal zu bewältigen.

Ob eine Beratung besser von einer Bildschirmtext- oder Werbeagentur, einer Tageszeitung, einem privaten oder kommunalen Rechenzentrum erfolgt, hängt ganz entscheidend von den örtlichen Gegebenheiten ab. Eine allgemeingültige Empfehlung ist unmöglich. Es ist - auch im Sinne der Einarbeitung und Schulung eigenen Personals - durchaus sinnvoll, sich über die Beratung hinaus zumindest ein Einstiegsprogramm außer Haus erstellen zu lassen. Wichtig ist es auf jeden Fall, vor der Auftragsvergabe bei erfahrenen kommunalen oder anderen örtlichen Anbietern Informationen einzuholen. Gerade der Kommunalpolitiker muß bei der Auftragsvergabe auch medienpolitische Auswirkungen beachten.

Vor einer Entscheidung darüber ob ein Programm von Dritten oder aber mit eigenem Personal erstellt wird, sollte ein intensiver Kostenvergleich angestellt werden, wobei neben dem Personal- auch bei der Einrichtung eines Btx-Arbeitsplatzes beträchtliche Investitionskosten anzusetzen sind. Schließlich ist geeignetes Personal rar. Klarer kann die Frage nach der Aktualisierung des kommunalen Bildschirmtext-Programms beantwortet werden. Von 22 Städten haben immerhin 13 ihre Btx-Seiten mit eigenem Personal aktualisiert. Eigentlich sollte dies der Normalfall sein. Neueinstellungen werden für Bildschirmtext nur in sechs der 22 Städte erwogen.

Große Unklarheit besteht bei den Feldversuchteilnehmern über den Umfang des künftigen Programms. Vier (1) Städte wollen bis 100, weitere vier bis 500, zwei bis 1000 und drei sogar noch mehr Seiten anbieten. Aber neun (3) Städte wußten auf die Frage keine Antwort zu geben. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung von Bildschirmtext, vor allem im Bereich privater Teilnehmer, trägt zweifelsohne hierzu bei.

Programm-Umfang

Konkrete Empfehlungen für den Umfang des kommunalen Programmes können nicht gegeben werden. Für ein 1000-Seiten-Programm, entstehen allein jährliche Speichergebühren bei der Deutschen Bundespost in Höhe von 5475 Mark (Leitseiten- und Verkehrsgebühren sowie Kosten für die Programmerstellung nicht gerechnet) bei einem regionalen Programm. Selbst ein Angebot dieses Umfangs reicht aber kaum aus, die vielfältigen Ansprüche des Bürgers an dem kommunalen Anbieter angesichts der breitgefächerten Aufgabenstellung einer Stadt- und Gemeindeverwaltung zu erfüllen. Wegen der größeren Finanzkraft und höheren Teilnehmerzahlen werden deshalb vorläufig in erster Linie die Großstädte ein attraktives Programm anbieten können, das auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vertretbar ist. Kleinere und mittlere Gemeinden, die im Prinzip aber gleiche Dienstleistungen erbringen, werden ihre Programm nur in kleineren Stufen und möglichst in kostenreduzierenden Kooperationsformen realisieren müssen.

Das Salz in der Suppe

Der Rechnerverbund ist zweifelsohne das Salz in der Btx-Suppe. Ob Bildschirmtext den Volks-EDV-Titel zu Recht tragen darf, hängt nicht zuletzt davon ab, ob die Deutsche Bundespost Dialoganwendungen im Rechnerverbund, die eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung des Dienstes spielen werden, fördert oder aber durch in der Diskussion befindliche drastische Anhebung der Datex-P-Gebühren hemmt.

Für die Kommunen stellt sich allerdings die Frage, ob bei ihrer Zielgruppe und den auf absehbare Zeit geringen Teilnehmerzahlen das Sinn macht was für Banken und Versandhandel zweifelsfrei schon viel früher von Bedeutung sein kann. Die Zahl der privaten Bankgänge ist nun einmal ungleich höher als die der Besuche bei Stadt- oder Gemeindeverwaltungen. Da der Rechnerverbund aber erst bei Zigtausenden von Dialogen im Monat interessant wird, kann er auf absehbare Zeit nur für Großstädte wo auch Inhouse-Systeme untersuchenswert sind, oder aber für kommunale Rechenzentren in Frage kommen. Angesichts der immensen Investitionskosten ist auf dem Gebiet von Rechnerverbundanwendungen die Kooperation einiger weniger Anbieter, die wichtige Pionierarbeit für die deutschen Städte leisten können, besonders wünschenswert.

Für kleinere und mittlere Städte besteht bei ansonsten eigenständigem Programm die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Anwendungen der Leistungen eines Rechenzentrums oder eines anderen Anbieters der den Rechnerverbund realisiert hat, zu bedienen.

Unnötige Kontroversen

Über die organisatorische Zuordnung von Bildschirmtext hat es - übrigens nicht nur im Bereich der öffentlichen Verwaltung - zahlreiche - unnötige -Kontroversen gegeben. Während der Feldversuche lag die Federführung bei sieben (1) der in der Umfrage berücksichtigten Städte beim Hauptamt, in 12 beim Presse- und Informationsamt, in drei bei der Datenverarbeitung, in vier bei anderen Ämtern. In vier Fällen gab es geteilte Zuständigkeiten.

Ein Organisationsstreit ist nach meiner Einschätzung absolut überflüssig, wenn das für die Printmedien geltende Schema im Prinzip eingehalten wird. Wenn es bei einem kommunalen Bildschirmtext-Programm vorwiegend um die Übermittlung von Inhalten geht, dann muß die Federführung sinnvollerweise beim Presse- und Informationsamt liegen. Wenn die Verarbeitung im Dialog via Btx im Mittelpunkt der Anwendung stehen soll, so hat dies - soweit das städtische Erscheinungsbild eingehalten wird - so wenig mit Öffentlichkeitsarbeit zu tun wie die Bearbeitung eines Meldescheins in Papierform; dann sind je nach Zuschnitt Haupt- oder Organisationsämter oder die Datenverarbeitung gefragt.

Organisationsstreit ist schon vom Medium her fehl am Platze. Denn Bildschirmtext ist interdisziplinäre Zusammenarbeit auf den Leib geschrieben. Allerdings erscheint es mir wichtig, daß die organisatorische Zuordnung die Verantwortung für Bildschirmtext wie auch andere Informations- und Kommunikationstechniken wegen der zunehmenden zentralen Bedeutung in größtmöglicher Nähe zur Verwaltungsspitze, zu Oberbürgermeister oder Oberstadtdirektor, angesiedelt ist.

Beispielhafte Konzepte

Ein Konzept ist für mich, was sich während der Feldversuche unter dem Dach einiger Fremdenverkehrsverbände getan hat. Wenn sich beispielsweise unter der Leitseite des Fremdenverkehrsverbandes Schwarzwald eine Stadt wie Karlsruhe oder auch das schöne Freiburg im Breisgau durch nichts von mehr als 60 anderen Orten der Region unterscheidet, dann geht der werbliche Charakter verloren. Wenn mangelnde finanzielle Möglichkeiten zum Indentitätsverlust führen, dann sollte lieber auf ein kommunales Btx-Angebot verzichtet werden. Diesen Hinweis möchte ich auch für das Programm des Regionalen Rechenzentrums Mittlerer Neckar geben.

Beispielhaft ist das Programm des Presse- und Informationsamtes Berlin, weil es durch ein Gemeinschaftsprogramm verschiedener öffentlicher Btx-Anbieter der Stadt dem Bürger den Weg durch das Labyrinth öffentlicher Verwaltung erleichtert. In die gleiche Richtung geht - wenngleich mit anderem Konzept - die Stadt München. Ihr Augenmerk möchte ich darauf richten, welchen gewaltigen Koordinierungsaufwand diese bürgerfreundlichen Konzeptionen erfordern. Gerade in Großstädten mit den vielen kommunalen Töchtern halte ich diese Koordinierungsaufgabe im Interesse der Einwohner für wichtiger als beispielsweise die Frage, ob die Stadt ihr Programm komplett mit eigenem Personal editiert.

Das einzige kommunale Programm im Rechnerverbund ist am Ort der "telematica", Stuttgart, aufgebaut worden. Allerdings kann der hier gewählte Weg keinen Modellcharakter haben. Stärken und Schwächen dieses Programms halten sich die Waage. Mit der Stichworteingabe wird die Stärke des Rechnerverbundes demonstriert, die fehlenden redaktionellen und gestalterischen Komponenten - bei einem von Zeitungsverlagen getragenen Rechenzentrum unverständlich - läßt allerdings erkennen, daß man Bildschirmtext nicht allein der Datenverarbeitung überlassen darf. Eine weitere große Schwäche des Programms ist, daß noch nicht einmal ein kleines Angebot auf dem Postrechner existiert, so daß die Stadt, wenn der externe Rechner nicht erreichbar ist den interessierten Bürger verärgert und völlig uninformiert zurückläßt.

Ungleich attraktiver ist das von Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) auf der Grundlage der Standardisierungsüberlegungen der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung (KGSt) und der Arbeitsgemeinschaft Kommunaler Datenverarbeiter (AKD) in Nordrhein-Westfalen für den Btx-Regeldienst vorbereitete Programm. Das so auch nicht auf das ganze Bundesgebiet übertragbare Konzept basiert auf einer vorhandenen Infrastruktur, die es ermöglichen wird, an herkömmlichen Datenendgeräten vor Ort Texte zu aktualisieren, während die Btx-Masken im Rechner des KRZN vorgehalten werden. Im Rahmen des geplanten Rechnerverbundes wird der Bürger künftig - soweit dies politisch nicht unerwünscht ist - unter der Leitseite und dem Impressum seiner Heimatkommune auf Angebote benachbarter Städte zurückgreifen können.

Ich könnte Ihnen heute keine Empfehlungen geben wenn wir nicht beim Umlandverband Frankfurt in viereinhalb Jahren Fehler gemacht hätten, die sich noch heute im Programm wiederfinden und erst ausgemerzt werden können, wenn dann endlich einmal ein regulärer Btx-Betrieb möglich ist. Beachten Sie bei Durchsicht der kommunalen Programme vor allem, ob die Stadt ihr Erscheinungsbild auch in Bildschirmtext wahrt wie es um die Aktualität, Übersichtlichkeit, Benutzerführung und die Ausschöpfung der interaktiven Möglichkeiten, von Btx bestellt ist, sinnvoll ist immer auch ein Blick ins Impressum, wo Sie Ihren Ansprechpartner finden, der Ihnen sicherlich gerne hilft: Aachen, Aalen, Augsburg, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Esslingen, Friedrichshafen, Kehl, München, Neuss, Oldenburg.

Patentrezepte gibt es nicht

Patentrezepte für ein kommunales Bildschirmtextangebot gibt es - wie für alles im Leben - nicht. Meine Hinweise und Empfehlungen sollten Ihnen Entscheidungshilfen geben. Mehr ist in diesem Rahmen nicht möglich.

Bernd Röttger ist Leiter des Pressereferats des Umlandverbandes, Frankfurt, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Obiger Beitrag ist als Referat auf der "telematica" in Stuttgart gehalten worden. Der hier leicht gekürzte Text ist im vollen Wortlaut enthalten in: Wolfgang Kaiser (Hg): telematica Kongreßband Teil 1, Stuttgart 1984, Seite 179-191.