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21.08.1987

Btx-Gebührenerhöhung nach Protest abgesagt

WIEN (apa/vwd) - Die österreichischen Btx-Anbieter konnten sich mit ihrem Protest gegen eine für den 1. September geplante Gebührenerhöhung um 25 Prozent gegen die Post durchsetzen. Die Post teilte mit, sie habe mit den Herstellern von Endgeräten ein neues Arrangement getroffen, nach dem wegen einer längerfristigen Bindung günstigere Preise kalkuliert werden konnten.

Nach der Vereinbarung spart die Post bei den Endgeräten des Herstellers Mupid künftig bis zu 15 Prozent beziehungsweise 2000 Schilling pro Stück. Ein privater Teilnehmer muß derzeit für ein Mupid-Gerät rund 29 000 Schilling berappen. Nach Meinung von Insidern beträgt der von der Post zu zahlende Betrag nur 20 000 Schilling.

Der erweiterte Vorstand der Btx-Anbietervereinigung, der überparteilichen Interessenvertretung der rund 750 Informationsabieter im österreichischen Bildschirmtext-Dienst, hatte Anfang August in einer Resolution die jetzt stornierten Pläne zur Gebührenerhöhung heftig attackiert. Zitat:

"Der Vorstand der Bildschirmtext-Anbieter-Vereinigung ist bestürzt darüber, daß die Post zu einem Zeitpunkt, zu dem Bildschirmtext, trotz aller Marketingbemühungen der Post und der Anbieter, nach wie vor mit außerordentlich schwachem Teilnehmerzuwachs zu kämpfen hat, entgegen jeder marktpolitischen Regel, überfallartig eine 25prozentige Erhöhung der Bildschirmtext-Gebühren beschließt. Diese Gebührenerhöhung trifft die Bildschirmtext-Teilnehmer doppelt schwer, weil gleichzeitig auch die allgemeinen Telefongebühren erhöht werden."

Nach Auffassung der Bildschirmtext-Anbietervereinigung hätte eine Gebührenerhöhung derartig negative Auswirkungen gehabt, daß die Zukunft von Btx generell in Frage gestellt gewesen wäre. Die intensiven Bemühungen der letzten Jahre, Bildschirmtext als modernen Kommunikationsdienst attraktiv zu machen, wären mit einem Schlag zunichte gemacht worden.