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06.06.1986 - 

Handheld-Computer können verlängerte Arme des Großrechners sein, aber:

Btx-Rechnerkopplung ist als Steuerung mobiler Arbeitsplätze zu aufwendig

Die Informationsverarbeitung in den Unternehmen wird ab Teil neuer. Integrierter Kommunikationssysteme vom Mengen-, Qualitäts- und vor allem vom Zeitproblem beherrscht. Dieser "Response"-Wettbewerb erhält neben dem Preis- und Qualitätsaspekt in den kommenden Jahren eine immer bedeutungsvollere Dimension. Insbesondere die DFU als Instrument der Steuerung mobiler Arbeitsplätze stellt hier eine Schlüsselkomponente dar.

Eine schnelle Verfügbarkeit von Informationen kann nur durch eine zeitnahe Erfassung am Datenursprung und einen verzögerungsfreien Datentransport garantiert wer den. Die an Dialogsysteme gestellten Anforderungen nach aktuellen und zuverlässigen Daten bedingt eine räumlich und auch funktionell quellennahe Erfassung und Ausgabe von Daten.

Für Hunderttausende mobiler Arbeitsplätze ist deshalb eine Datenerfassung beziehungsweise ein Dialog am Ort der Datenquelle mittels mobiler Informationstechnik erforderlich. Die Entwicklung der mobilen Informationstechnik hängt jedoch stark von der künftigen Gebührenpolitik der Deutschen Bundespost ab. Sicher scheint nur, daß die Verbreitung von Handheld-Computern für die verschiedensten Anwendungen stark zunehmen wird. Der mobile Rechner mit Ankopplungsmöglichkeiten an Zentralredner wird in den neunziger Jahren ein Standardarbeitsmittel mobiler Arbeitsplätze werden. Ein offenes digitales Netz wie ISDN wird diese Entwicklung in der Zukunft erheblich beschleunigen.

Mobile Terminals oder tragbare Mikrocomputer wandeln sich immer stärker vom reinen Datenerfassungsgerät zum Beratungshilfsmittel und erschließen damit zugleich neue Benutzerkreise. Diese These vertritt zumindest Diebold in seiner jüngsten Studie über "Mobile Terminals im Vertrieb", die sich mit der Technik und den Einsatzmöglichkeiten solcher Geräte befaßt und diese Entwicklung vor dem Hintergrund eines steigenden Einsatzes von Warenwirtschaftssystemen im Handel sieht. Mit Hilfe intelligenter "Aktentaschencomputer" sind die Außendienstmitarbeiter in der Lage, über die reine Auftragserfassung hinaus Kunden- und Produktdaten zu speichern und aus der Vertriebszentrale wichtige Daten abzurufen. Auf diese Weise kann der Informationsstandard der Außendienstler verbessert werden. Wie aus der Studie weiter hervorgeht, befanden sich in der Bundesrepublik am Jahresanfang 80180 mobile Terminals einfacher Prägung im Gesamtwert von rund 175 Millionen Mark im Einsatz. Hinzu kommen 46 800 tragbare Mikrocomputer mit und ohne Stromnetzabhängigkeit im Wert von knapp 180 Millionen Mark. Für die kommenden Jahre rechnet Diebold mit jährlichen Umsatzzuwachsraten von mehr als 20 Prozent.

Hohe Stückzahlen im Versicherunge-Außendienst

Mit hoher Stückzahl werden Handheld-Computer auch von Versicherungsgesellschaften wie der Nürnberger Lebensversicherung und dem Deutschen Lloyd im Außendienst eingesetzt. Dem einen ersparen sie den Postweg bei der Bestellung und ermöglichen sofortige Lieferzusagen oder Lieferung, bei den anderen steht die Beratung im Vordergrund. Dabei werden Finanzierungs- und Vorsorgemodelle dem persönlichen Bedarf des Kunden angepaßt.

So können DFU-Lösungen mit Handheld-Computern wirtschaftliche Problemlösungen für Betriebe aller Branchen sein, wenn es darum geht, oft und schnell mit seinen Außenstellen in Verbindung zu bleiben und die Nachteile von Telefon und Postversand, wie lange Brieflaufzeiten und Übermittlungsfehler, auszuschalten. Konkret bieten sich folgende Unternehmensarten an: Firmen mit eigenem oder fremdem Außendienst, die täglich per DFV Bestellungen entgegennehmen, Filialbetriebe, Unternehmensgruppen mit verschiedenen Firmenstandorten oder Firmen, die mit Großhändlern arbeiten.

Klassisches Anwendungsbeispiel ist das Bestellwesen: Braucht der Auftrag normalerweise von der manuellen Erfassung im Außendienst über den oft mehrtägigen Postweg bis zur DV-technischen Erfassung in der Zentrale oft über eine Woche, so steht die per DFU übermittelte Order unmittelbar nach dem Auftragsabschluß in der Zentrale DV-gerecht zur Verfügung.

Mehr Alternativen durch Weiterentwicklung

Durch die rasch fortschreitende technologische Entwicklung bieten sich für Unternehmen und Institutionen immer mehr Alternativen, dem Kommunikationsbedarf gerecht zu werden. Bekanntlich besteht als Alternative für Dialogmedien neben Bildschirmtext der Einsatz mobiler Terminals sowie dezentraler Personalcomputer.

Unter mehreren Möglichkeiten wählen zu können, bedeutet andererseits: Die verantwortlichen Entscheidungsträger müssen sich intensiv informieren, um hinsichtlich der technischen Seite auf dem laufenden zu sein. Außerdem müssen Alternativen geprüft und bewertet werden, und zwar bezüglich technischer Aspekte sowie strategischer und operationaler Gesichtspunkte des Managements. Es muß die Entscheidung getroffen werden, welche Kommunikationsform sich für eine bestimmte Anwendung am besten eignet. So müßte eigentlich vor der Entscheidung, welches Dialogmedium eingesetzt werden soll, in allen Betrieben eine interne Eignungsstudie einschließlich einer entsprechenden Kostenkalkulation durchgeführt werden und dann nach überwiegend wirtschaftlichen (Kosten-)Aspekten entschieden werden.

Eine Untersuchung des Roland Berger Forschungsinstitutes für Markt- und Systemforschung GmbH, München, hat jedoch gezeigt, daß diese Vorgehensweise der Entscheidungsfindung eher die Ausnahme darstellt - und primär von Großbetrieben mit entsprechenden personellen Ressourcen durchgeführt wird. So wurde zwar die Kostenfrage generell sehr engagiert diskutiert, aber bei den Firmen, die sich für Bildschirmtext entschieden hatten, zeigte der Btx-Einsatz in vielen Fällen Pilotcharakter. Die Kostenparameter waren vielfach nicht transparent, und der Informationsstand über Gebühren und Alternativen war häufig nicht ausreichend.

Die Majorität der von Roland Berger befragten Firmen befaßte sich ursprünglich mit Btx nicht aus internen Effizienz- oder Rationalisierungsüberlegungen, sondern aus Image- und Konkurrenzgründen: "Man muß mitziehen, um konkurrenzfähig zu bleiben", "Wir wollen verhindern, daß wir im Btx die Zweiten sind", oder "Wir sind mit Enthusiasmus darangegangen, weil wir generell ein Haus sind, das der Technik verschrieben ist", waren häufig genannte Gründe für den Btx-Einsatz.

Und so hapert es beim Rechnerverbund als A und O des Btx heute noch an allen Ecken und Enden, obwohl inzwischen mehr als 150 Anschlüsse vorhanden sind. Wie selbst die Btx-Anbietervereinigung kürzlich bemängelte, sind manche Rechner selten erreichbar und die Fehlermeldungen in Zeile 24 ("Verbindung ist unterbrochen") helfen dabei überhaupt nicht weiter. Einer schiebe die Verantwortung im Rechnerverbund auf den anderen. Manche Dialoge zum Beispiel seien langweilig - viel Überflüssiges werde dabei für teures Geld hin- und herübergetragen.

So können Handheld-Computer in Verbindung mit Akustikkopplern bei bestimmten Applikationen zu einer interessanten Alternative zum Btx-System werden, zumal über Datex-P oder normale Telefonwählleitung mit beliebigen Rechnern online kommuniziert werden kann.

Der Host- und Terminalmarkt sowie die benutzten Übertragungsprotokolle werden geprägt durch von IBM begründete Industriestandards wie 370/30xx/43xx, 3x und MVS/ VSE/IMS/CICS bei Hosts, 3270 bei Terminals, SNA mit SDLC/ACF/ NCP/VTAM bei den Netzprotokollen. Bekanntlich beeinflußt IBM im gesamten Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik die Standards; zum Beispiel Hostrechner: Laut Diebold-Statistik gibt es allein in Deutschland etwa 17 500 installierte IBM-Rechner mit einem Wert von rund 18 Milliarden Mark, was einem Marktanteil von zirka 60 bis 70 Prozent entspricht.

Zweites Beispiel: 3270-Standards. Im Markt der Terminals gibt es praktisch zwei Standards - die Ausrichtung auf TTY und auf IBM-3270-Prozeduren. Der Beistand an 327x-kompatiblen Terminals Anfang vergangenen Jahres soll sich laut Diebold-Studie in Deutschland auf 247 000 Stück belaufen haben. Seit IBM 1971 das System 3270 auf den Markt brachte, konnte sich diese Produktreihe als erfolgreichste Terminalfamilie in der DV-Welt behaupten. Branchenanalytiker geben die Anzahl der installierten Einheiten weltweit mit mehr als zwei Millionen an. Prognostizierten Branchenkenner dem konventionellen 3270-Terminal auch ein ähnliches Schicksal wie die Lochkarte, so belehrte sie Big Blue 1983 durch eine Reihe von 3270-orientierten Neuankündigungen eines Besseren.

Drittes Beispiel SNA: Basisstandard nennt IBM seine "Architekturen"; auch die vor elf Jahren vorgestellte Systems Network Architecture (SNA), weltweit inzwischen von rund 60 000 Unternehmen eingesetzt, zählt dazu. Die grundlegende Übertragungsprozedur war SDLC, eine synchrone Übertragungsart, die Endgeräte und Host etwa in einem Master-Slave-Verhältnis untereinander verbindet. Mit SDLC sollte die Kommunikationswelt zu einer synchronen Welt werden, um damit die Vormachtstellung der asynchronen oder Start-Stop-Übertragung abzulösen. Kein Computeranbieter wird es sich allerdings leisten können, eine Datenfernverarbeitungslösung ohne Gateways, zumindest zu so wichtigen Netzen wie Datex-P oder SNA (und in der Zukunft ISDN) anzubieten.

Durch die von Bildschirmtext veränderte deutsche Kommunikationslandschaft feiert die asynchrone Welt ihre europäische Wiedergeburt. Und wenn man den prognostizierten Btx-Teilnehmeranschlußzahlen auch nur annähernd Glauben schenkt, dann werden asynchrone Geräte wieder den Markt überschwemmen.

Die neue Terminalwelt ist asynchron, so könnte man auch meinen, wenn man sich die letzten Produktankündigungen der IBM von Protokollkonvertern speziell für ASCII-Terminals betrachtet. Dies zeugt davon, daß die Überlegung offensichtlich aufgegeben wurde, die Endgeräteanbindung ausschließlich synchron "zu machen". So benutzen nach einer amerikanischen Studie rund 70 Prozent aller im Einsatz befindlichen Terminals asynchrone Übertragungsverfahren. Damit wurde auch von IBM offiziell dokumentiert, daß es nichts Ungewöhnliches ist, wenn kostengünstige asychrone Geräte, wie Bildschirm oder Drucker, Personalcomputer, Handheld-Computer, Betriebsdatenerfassungsterminals und andere mehr im 3270-Modus mit einem IBM-Rechner oder einem Kompatiblen kommunizieren.

PC-Anschluß über Koax-Emulationsraten aufwendig

Zum anderen hat wohl inzwischen jeder DV-Planer erkannt, daß der Anschluß von PC als 3270-Terminal über Koaxemulationsraten eine recht aufwendige Angelegenheit ist. Man halte sich einmal vor Augen: Es werden kostspielige Terminalsteuereinheiten mit Koaxanschlüssen produziert. Danach wird das Koaxprotokoll mit ebenso aufwendigen Mitteln, nämlich mit 3000 bis 4000 Mark teuren PC-Karten wieder auf den PC-Level gebracht.

So erkennen immer mehr Anwender die Vorteile: Zum einen können sie Kosten sparen helfen, dann nämlich, wenn anstatt relativ teurer 3270-Einheiten ASCII-Equipment angeschlossen werden soll. Zum anderen wird mehr Flexibilität erworben durch den Anschluß von Hardware, wie etwa Barcodegeräte, Datenerfassungseinheiten oder Handheld-Computer.

Zwar sind in jeder Firma eine Reihe von DV-Anlagen vorhanden, die sich technisch eignen, auf Bildschirmtext übertragen zu werden. Aber die DV hat sich auf die Konventionen von Btx einzustellen, insbesondere auf die Masken mit 22 Zeilen zu je 40 Zeichen, während DV-Masken normalerweise 24 Zeilen zu je 80 Zeichen ausschöpfen. Dies erfordert eine Formatumsetzung, bei der aus einer DV-Maske häufig zwei, drei und mehr Btx-Masken zu erstellen sind. Damit Hand in Hand geht meistens eine nötige Umstellung von einem Transaktionsschritt des 80-Zeichen-Betriebes in mehrere Transaktionsschritte. Grenzen von Btx sind auch in der Zahl der Dialogfelder zu sehen, wobei maximal 64 Dialogfelder und 128 Aufbaufelder möglich sind. Für komplexe Bildschirmformulare reicht dies oft nicht aus.

Erheblicher Bedarf an Personal und Zeit

All diese Umstellungen bedeuten für DV-Abteilungen einen erheblichen Bedarf an Personal und Zeit, der meistens nicht in dem gewünschten Zeitraum gedeckt werden kann. Darin liegen die Hauptgründe, warum Btx-Projekte bisher verschoben oder zeitlich sehr gestreckt werden. Angesichts der Vielzahl der noch offenstehenden Anwendungsrealisierungen sowie der niedrigen Personaldecke fällt Motivation für die neue Aufgabe "Btx" schwer. Der Forderungskatalog für die Entwicklung von Btx-Anwendungen spiegelt die Situation wider: weitgehende Übernahme vorhandener Programme, Verwendung bekannter Verfahren und Werkzeuge, Einsatz geläufiger Programmiersprachen, einfache Erweiterungsmöglichkeiten, möglichst wenig spezieller Skill sowie geringer Wartungsaufwand.

Da die Standardgeräte für Btx derzeit nicht über Möglichkeiten zur Kommunikation mit DV-Anwendungen im Terminalformat 24 Zeilen a 80 Zeichen verfügen, wurden bei einigen Anwendern intelligente Btx-Endgeräte an die spezifischen Darstellungs-, Bedienungs- und Übertragungseigenschaften eines DV-Terminals angepaßt. Per Doppelemulation im Host und im Endgerät werden DV-Masken in Btx-Masken konvertiert und umgekehrt. Das hat zwar den Vorteil, daß vorhandene DV-Verfahren über Bildschirmtext verfügbar gemacht werden können, doch bleiben die hohen Hostsystembelastungen durch die Btx-Software.

Btx-Software umfangreicher als geplant

So ist zum Beispiel die Btx-Software sicherlich umfangreicher geworden als ursprünglich einmal geplant, und es verwundert nicht, daß erst vor kurzem die erste Konsolidierungsphase (Fehlerbeseitigung) abgeschlossen wurde. Die zweite Phase, das Tuning, ist noch in "Arbeit". Tuning scheint auch dringend nötig: Wie ein Sprecher des Touristikunternehmens TUI auf einem Btx-Kongreß bemängelte, seien bei 5000 Transaktionen im Adreßraum der Btx-Software (bei insgesamt 300 000 Transaktionen) zirka 65 Prozent der CPU-Leistung einer 3081 G zur Abarbeitung notwendig gewesen. Durch Tuningmaßnahmen werde zur Zeit versucht, die CPU-Belastung durch Btx laufend zu vermindern. TUI beklagte nicht nur Fehler in der Btx-Rechnerverbundsoftware und hohen Ressourcenverbrauch, sondern auch unzureichende Verfügbarkeit des Btx, bei der die TUI-Kundschaft "auf die Barrikaden stieg".

Als untere Aufwandsgrenze für die Implementierung von Btx-Projekten, basierend auf vorhandenen Onlineanwendungen, gelten zirka 2500 Nettomannstunden oder etwa Zweimannjahre als realistisch. Die Zeitdauer von 14 Monaten könne nur unter ganz besonders günstigen Umständen fühlbar unterschritten werden. Dabei wurden noch nicht einmal Funktionserweiterungen der zugrundeliegenden Sachbearbeiteranwendung durchgeführt und auch nur ausgewählte, unbedingt notwendige Funktionen Btx-fähig gemacht.

Die geschilderten Besonderheiten beziehen sich insbesondere auf die Außendienststeuerung. Die Anfangsschwierigkeiten des Btx-Terminalverkehrs werden in absehbarer Zeit überwunden sein. Doch für die Steuerung im Außendienst scheitert Btx auch auf längere Sicht an mangelnden Kapazitäten und zu hohen Kosten. Außerdem wird mit schöner Regelmäßigkeit vergessen, daß es noch keine tragbaren CEPT-Terminals gibt, wie sie der Außendienstler benötigt - von netzunabhängigen ganz zu schweigen.

Dialogterminal für einen Hostcomputer

Neben Möglichkeiten des Up- und Downloading existiert auch die Anwendung eines Handheld-Computers als Dialogterminal für einen Hostcomputer. Dabei kann er eingesetzt werden, elektronische Briefkasten zu leeren, Briefe abzuschicken oder bestimmte Anwendungen auf dem Host in Gang zu setzen.

Der Zugang zu Hostrechnern kann auf verschiedene Arten vorgenommen werden. Entweder baut der Benutzer zeitweilig eine Verbindung auf, oder er verfügt über eine ständige Verbindung, die gelegentlich benutzt wird. Der Regelfall dürfte der erste sein: Der Hostrechner ist weit entfernt, verfügt aber entweder selbst über einen asynchronen Zugang (NTO im NCP-Programm der IBM-TP-Steuereinheit) oder eine Protokollkonvertierung findet in einem separaten Protokollkonvertierer oder im Endgerät selbst statt.

Auf der Seite des Hostcomputers ist also ein Modem (Modulator/Demodulator) oder neuerdings auch ein Akustikkoppler installiert - das Endgerät (der Handheld), hängt ebenfalls an einem Koppler oder aber ebenfalls an einem Modem. Akustikkoppler übernehmen die Funktion des Modems, haben jedoch den Vorteil, nicht an einen Ort gebunden zu sein. Jedes beliebige Telefon (Telefonzellen, Autotelefone etc.) kann somit für die Datenverarbeitung verwendet werden.

Übertragungsweg ist immer das Fernsprechnetz

Da aber die Kommunikation über fest installierte Leitungen ausschließlich Sache der Deutschen Bundespost ist (außer bei Leitungen auf einem privaten Grundstück), ist man an die Angebote der DBP gebunden. Der Übertragungsweg für den Handheld-Benutzer ist jedoch immer das öffentliche Fernsprechnetz. Über dieses Netz kann der Benutzer entweder eine direkte Verbindung zum Hostrechner aufnehmen oder Zugang zu den Datennetzen, wie Datex-P, erhalten.

Bei der X-25-Empfehlung als Zugangsvoraussetzung für das Datex-P-Netz handelt es sich um ein dreistufiges Protokoll: Neben dem physikalischen Protokoll (X-2 1 entspricht V.24 bei SNA) und dem Leistungsprotokoll (HDLC entspricht SDLC bei SNA) findet man hier eine übergeordnete Ebene, die als Transparentprotokoll bezeichnet wird und für die Transportfunktion von Datenblöcken im Netzwerk verantwortlich ist. Der grundlegende Gedanke bei dieser Übertragungsvereinbarung ist, daß die Datenblöcke zu sogenannten Paketen "zusammengeschnürt" werden und jeweils ihre Zieladresse mit sich tragen.

Udo Kellerbach ist freier DV-Fachjournalist in Bergisch-Gladbach.