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26.06.1992 - 

IDC befragt IBM-Mainframe-Anwender

Buchhaltungssoftware sollte Client-Server-tauglich sein

KRONBERG (CW) - Was erwarten IBM-Mainframe-Anweder von einer Buchhaltungssoftware? Dieser Frage ist das Marktforschungsunternehmen IDC Deutschland

GmbH, Kronberg, nachgegangen. Das Ergebnis: Neben den üblichen Funktionen werden Client-Server-Unterstützung, integrierte Analyse-Tools und die Unterstützung der SAA-Oberflächenspezifikation Common User Access (CUA) verlangt.

Über 70 Prozent der im Oktober letzten Jahres per Telefon befragten Unternehmen halten die Client-Server-Unterstützung für eine der wichtigsten Eigenschaften einer Buchhaltungssoftware. Das berichtet IDC in der neuesten Ausgabe ihrer Publikation "Softwaremarkt". Diese Zahl spiegele die generell positive Bewertung von Client-Server-Architekturen durch IBM-Anwender wider. Obwohl die Marktforscher den Befragten keine Definition des Begriffs Client-Server vorlegten, waren nur zehn Prozent der Ansicht, daß es sich dabei um ein Modewort handele, dem keine feste Bedeutung zuzuordnen sei.

IDC stellt fest, daß sich der Charakter der mit Buchhaltungsprogrammen verwalteten Informationen gewandelt habe. Die Daten würden immer häufiger ad hoc und zu ganz individuellen Zwecken erstellt. Sie dienten zunehmend als Grundlage für strategische Entscheidungen und Planungsprozesse.

Deshalb, so die Marktbeobachter, seien Analyse-Tools gefragt, die auf dem Desktop-Rechner zum Einsatz kommen und auf Mainframe-Daten zugreifen können.

So halten 58 Prozent der Befragten integrierte Tabellenkalkulations- und Analysewerkzeuge für wesentliche Merkmale einer Buchhaltungssoftware.

Führende Anbieter solcher Mainframe-Pakete haben auf diesen Bedarf reagiert, indem sie in ihren Produkten den Transfer von Finanzdaten in gebräuchliche Spreadsheet-Formate unterstützen. Umgekehrt bieten auch Anbieter von Analyse-Tools den Zugriff auf bekannte Buchhaltungsprogramme.

Auch den Executive Information Systems (EIS) räumen IBM-Großanwender im Zusammenhang mit Buchhaltungspaketen einen hohen Stellenwert ein. Insgesamt 28 Prozent halten die Integration von EIS-Software in ihre Buchhaltungsprogramme schon heute für wichtig. Fast die Hälfte aller Befragten geht davon aus, daß die EIS-Anbindung 1994 von zentraler Bedeutung sein wird.

Studien von IDC belegen, daß fast 40 Prozent aller IBM-Großrechnerbenutzer inzwischen eine EIS-Software gekauft oder selbst entwickelt haben. Mehr als 85 Prozent dieser Produkte werden für den Zugriff auf Finanzdaten genutz.

SAA-Konformität ist bei IBM-Mainframe-Anwendern nach wie vor gefragt. Daher wird auf einen einheitlichen Benutzerzugriff nach dem Vorbild der im SAA-Konzept festgelegten Oberflächenspezifikation Common User Access von 63 Prozent der Befragten großer Wert gelegt.

Wie die Marktforscher bilanzieren, entspricht das Angebot traditioneller Anbieter von Buchhaltungssoftware den drei genannten Hauptanforderungen nur zum Teil.