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Buchkritik: Geschäftsmodelle 2010

17.02.2006
Denkanstöße für CEOs, die ihr Unternehmen und dessen IT umbauen wollen.

Der Titel klingt sehr nach Agenda, und das trifft auch zu: Das Buch helfe, Prioritäten zu setzen, und formuliert eine Agenda für den CEO, heißt es im Vorwort.

Erste Priorität des vom SAP-Vorstandschef Henning Kagermann und Hubert Österle, Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der Universität St. Gallen, geschriebenen Werks ist es, sich nicht lange mit Einzelheiten aufzuhalten.

In meist kurzen Passagen wollen die Autoren den CEOs nahe bringen, wie sie die Geschäftsmodelle ihrer Unternehmen transformieren sollen. Die Erfolgsfaktoren von Unternehmen sind auf einer Seite erklärt. Für die Verfasser zählen dazu acht Rezepte wie Produkte und Services, Kundenzugang und -bindung.

Damit selbst beim oberflächlichen Lesen etwas hängen bleibt, beginnen die Kapitel mit einem Management Summary und enden mit einer Checkliste. Insgesamt liefert das Werk keine fertigen Lösungen für CEOs, dafür aber einige Denkanstöße.

Doch was sind nun die Rezepte, mit denen Firmenlenker erfolgreich werden? Statt nur zu belehren - was den beiden Professoren ja grundsätzlich nicht schwer fiele - , untermauern Kagermann und Österle ihre Thesen mit Beispielen von Unternehmen, die aus ihrer Sicht das Richtige getan haben. Sie stellen in sehr kurzer Form unterschiedliche Unternehmen vor, die sich in ihrer Branche mit Geschäftsmodellen erfolgreich vom Wettbewerb differenziert haben. Dabei handele es sich nicht in jedem Fall um Vorzeigekunden der SAP.

Österle zum Beispiel hebt den Chemieanlagenhersteller Endress & Hauser hervor, der nun in der Lage ist, aus den Konfigurationsdaten jeder Kundeninstallation zusätzliches Geschäft zu generieren. Es gehe jedoch nicht darum, solche Modelle schlicht zu kopieren. Vielmehr seien Firmen angehalten, Elemente davon in die eigene Strategie einzubringen.

Zwar wenden sich die Autoren an CEOs, doch genauso dürften CIOs angesprochen sein. Den IT-Vorständen nütze die Lektüre möglicherweise indirekt, meinen die Verfasser: Sie erfahren so, was CEOs von ihnen erwarten.

Das Kapitel "Flexibilisierung der Informationsarchitektur" stellt dar, wie IT- und Geschäftsleitung zueinander finden können. "Auf der Grundlage von Strategie und Geschäftsmodell vereinbaren Geschäftsleitung und Informatik gemeinsam die Informationsarchitektur", begrüßt das Management Summary die beiden Fraktionen. Allerdings erläutern die Autoren in dieser Buchpassage in erster Linie Begriffe wie Stammdaten, Portale und Geschäftsprozessplattformen. Doch wie soll denn nun diese IT-Architektur beschaffen sein? Und wann darf man sie flexibel nennen? Vielleicht helfen dem CEO ja die durch die Lektüre gelernten Fachtermini, die Geschäftsprozesslandschaft gemeinsam mit dem CIO bis 2010 zu entwerfen. (fn) u