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02.07.1982 - 

Bei zunehmenden DV-Sparmaßnahmen gewinnen die Steckerkompatiblen immer mehr Benutzerterrain:

Budget-Poker mit neuen PCM-Alternativen

DARMSTADT - Die "Zeit der lecren Kassen" ist ein Problem, mit dem nicht nur die Industrie, sondem im gleichen Maße auch die öffentliche Hand zu kämpfen hat. Auch hier geraten immer mehr DV-Manager in die Zwickmühle, ihr Budget zu halten oder zu kürzen, aber gleichzeitig den wachsenden Forderungen der Benutzer zu entsprechen. Einen Ausweg aus dieser Misere sieht Norbert Heinemann, Abteilungsleiter Systemtechnik im Kommunalen Gebietsrechenzentrum Starkenburg und Geschäftsführer der neugegründeten Benutzergruppe Ass-Forum, im Einsatz von PCM-Maschinen.

Über Jahre hinaus konnten die DV-Chefs überzeugend darstellen, daß das Schönste und Beste gerade genug war, um die hochgestellten Benutzeransprüche - die oftmals allerdings von den Datenverarbeitem erst geweckt wurden - zu erfüllen. Die regelmäßig angestiegenen EDV-Budgets stehen nun in Zeiten härteren Kostendenkens unter sehr kritischer Beurteilung. So mancher DV-Manager gerät in die Situation, mit einem geringen finanziellen Aufwand höhere CPU-Leistung, mehr Magnetband-, Magnetplattenkapazität oder weitere Druckleistung bereitzustellen.

Management-Barrieren abbauen

Als wesentlichste Einsparungsmöglichkeit im Hardwarebereich bietet sich der Einsatz von kostengünstigen PCM-Rechnem und preiswerter -Peripherie geradezu an. Ein DV-Leiter, der dies erkannt hat, muß jedoch ein erhebliches Maß an Schwierigkeiten überwinden, bis er ein lukratives Konzept realisieren kann. Die ersten Barrieren müssen im Management überwunden werden. Vor allem gilt es IBM-Mentalität ("Was bringen Sie den da an?") sowie alte Gewohnheiten abzubauen. Die psychologische Antipathie gegenüber allem, was nicht von IBM gebaut wird, läßt sich jedoch bereits durch eigene Maßnahmen (Referenzbesuch oder Testläufe) abbauen. Ein weiteres Problem entsteht im eigenen Mitarbeiterstab, insbesondere im Betriebsbereich. Hier werden Bedenken geltend gemacht, wie etwa die Koordinierung der verschiedenen Hersteller, der Preis und generell der Wert des Einsatzes von PCM-Anlagen.

Engagement nach bitterer Erfahrung

Nachdem sich die PCMs seit vielen Jahren mit anfangs wechselndem Erfolg im Markt engagiert haben und auch so mancher Benutzer wegen mangelnder Qualität der Produkte oder Servicenetze bitteres Lehrgeld zahlen mußte, konnten sie inzwischen durch Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit in eine Vielzahl von Rechenzentren Einzug halten.

Der Beutzer kann generell davon ausgehen, daß PCM-Produkte im Durchschnitt um zehn bis dreißig Prozent leistungstärker und gleichzeitig um zwanzig bis vierzig Prozent kostengunstiger sind als vergleichbare IBM-Produkte. Mixed-Hardware-Anwender im Magnetplatten-, Magnetband- und im Druckerbereich können auf längere und bessere Erfahrungen zurückblicken; hier ist die Kompatibilität gesichert. Auch verfügen die PCMs inzwischen über einen qualifizierten Technikerstand in einem engen Servicenetz.

Fuß noch in der IBM-Tür

Systemkompatibilität ist ein wesentlicher Aspekt beim CPU-Mix. Die PCMs sichern den Kunden vertraglich 100prozentige IBM-Kompatibilität zu und verpflichten sich für neuangekündigte Soft- und Hardwareprodukte des Marktführers den Einsatz zu gewährleisten. Der Kunde hat den vollen Service eines Systemlieferanten zur Verfügung, ohne deswegen seine Verbindung zur IBM völlig abschneiden zu müssen. Er ist und bleibt auch in Zukunft Softwarekunde von Big Blue, hat jedoch gleichzeitig die Möglichkeit, die Altemativen im Markt nach wirtschaftlichen Kriterien für sich nutzbar zu machen.

Koordinierungsprobleme gibt es kaum: Es ist eine gesicherte Erfahrung, daß die Zusammenarbeit zwischen den Technikern verschiedener Hersteller besser funktioniert als nur über einen einzigen und Fehler auch über die eigene Schnittstelle hinaus verfolgt werden. Ideal ist - und dies wird von PCMs bereits angeboten -, wenn der CPU-Lieferant die gesamte Systemverarbeitung übernimmt und eine Fehleranalyse bis zum Verursacher betreibt.

Die meisten PCMs beweisen heute eine sinnvolle Flexibilität bei der Vertragsgestaltung. Im Grunde gibt es kaum eine faire Bedingung, die nicht in eine Vereinbarung eingebracht werden kam. Beliebige Vertragsleiten finazieren, Anpasung an verschiedene Budgets, Anmieten von Aufrüstungen an Kaufmaschinen, Ankauf von Ausrüstungen an Mietmaschinen oder Wandlung des Mietgegenstandes sind Sebstverständlichkeiten, mit denen ein EDV-Manager planen kann. Durch den Einsatz von PCM-Maschinen kann er seine Ansprüche bei gleichem oder geringerem "Haushaltsvolumen" voll erfüllen.