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11.05.1979

"Büfa" macht sich als Konkurrenz zur Hannover-Messe bemerkbar:CeBIT- für Schweizer ein Niemandsland?

HANNOVER/BASEL (sg) - Im Jahr der "Büfa", der Schweizerischen Bürofachausstellung, die vom 11. bis 15. September 1979 in den Hallen der Züspa in Zürich stattfinden wird, war das Interesse der Schweizer Vertreter der EDV- Zunft am Angebot der CeBIT- Hallen in Hannover nicht überwältigend. Schließlich darf man erwarten, daß die diesjährige Büfa, die sich zu einer Computershow entwickelt hat, auch alles das vorweisen wird, was jetzt in Hannover präsentiert wurde.

Ausgenommen davon sind allenfalls noch die Produkte jener Firmen, die in Ermangelung einer Mitgliedschaft im ehrwürdigen Schweizerischen Bürofachverband ihr Angebot nicht auf der Büfa zeigen dürfen.

Doch da die Hannover-Messe, zumindest was den klassischen Computerbereich angeht, eigentlich wenig Neues zu bieten hatte, wird das Fehlen einiger bekannter EDV- Firmen auf der Büfa kaum ins Gewicht fallen.

Manch wackerem EDV- Recken mag heuer die alljährlich zugestandene Reise in das EDV- Mekka der CeBIT-Hallen abgeschlagen worden sein. Wie sonst ist es zu erklären, daß man so gar niemanden aus dem schweizerischen EDV- Business zu sehen bekam.

Diese Feststellung machten auch die wenigen "unentwegten" Aussteller aus der Schweiz. Doch diese, um ein paar Namen zu nennen: Hermes, Feller, Longines etc., kamen ja nicht, um sich ihren Landsleuten vorzustellen, sondern vielmehr in der Absicht, ihre Produkte weltweit anzubieten.

Nahezu bei allen von uns speziell hierauf angesprochenen Ausstellern aus der Schweiz wurde übereinstimmend festgestellt, daß auf der Hannover-Messe kaum direkte Verkaufsabschlüsse getätigt werden. Die Firmen erwarten das auch gar nicht. Vielmehr richten sie sich darauf ein, die Messe zur Selbstdarstellung, oder auch nur als Unterstützung ihrer ausländischen Vertretungen, wie auch zur Gewinnung neuer OEM- Kunden, zu nutzen.

Damit verbindet sich die wiederum übereinstimmende Aussage der Aussteller, daß der Schweizer Qualitätsstandard, einst fast ausschließlich mit der Uhrenindustrie in Verbindung gebracht, jetzt auch auf die Computerfertigung übertragen, von dem Interessenten an EDV- Produkten schweizerischen Ursprungs sehr geschätzt wird.

Bedauerlicherweise fehlten auch in diesem Jahr die schweizerischen Softwarehäuser wieder gänzlich. Dies ist um so erstaunlicher, weil die Produkte, speziell Applikationssoftware, in der Schweiz den internationalen Vergleich nicht zu fürchten brauchen. Vielleicht läßt sich einmal ein Verband, zum Beispiel die GES, Gesellschaft Schweizerischer EDV- Beratungsunternehmen und Software- Hersteller, dazu verleiten, im Chor der Softwareanbieter in Halle 18 die Interessen der schweizerischen Softwarehäuser zu vertreten. Daraus darf man getrost eine Belebung des Geschäfts erwarten.

Das gelingt nicht unbedingt gleich im ersten Anlauf, sondern manchmal erst nach dem zweiten Ausstellungsjahr. Dann aber ist man gefragt. Feller und Hermes zum Beispiel berichteten bereits nach der ersten Messehälfte über ein, gemessen an dem Vorjahresergebnis, nicht für möglich gehaltenes Besucher- Interesse.