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08.10.1999 - 

Workflow und Datenbank sorgen für mehr Transparenz

Bürger stellen Bauanträge bald online

MÜNCHEN (uo) - Die Möglichkeit, einen Bauantrag online einzureichen - das plant die Kreisverwaltung Kaiserslautern für die Bürger. Im ersten Schritt richtet sie für ein Dutzend Sachbearbeiter einen Workflow zwischen den neun Bauämtern und der Kreisadministration ein.

Wann das Projekt "Bauen Online" abgeschlossen sein wird, steht laut stellvertretendem Leiter der Kreisverwaltungsabteilung Bau- und Umwelt, Karl-Ludwig Kusche, noch in den Sternen. Doch die elektronische Vorgangsbearbeitung soll im ersten Quartal 2000 funktionieren. Bereits sie ermöglicht, so hofft Kusche, eine Beschleunigung der Verwaltungsprozesse und mehr Transparenz in der Bauantragsbearbeitung.

Grundlage ist eine Datenbankanwendung der Mikroprojekt GmbH, Kaiserslautern, die seit drei Jahren im Einsatz ist und für den angestrebten Workflow modifiziert werden mußte. Auf diese Datenbank sollen ab kommendem Frühjahr die Kreisverwaltung und die Bauämter zugreifen können, die die Anträge aufnehmen.

Die einzelnen Bearbeitungsschritte und -stellen werden in der Anwendung gespeichert und sind sowohl von den Verbandsgemeinden als auch von der Kreisverwaltung abrufbar. Bürger können somit jederzeit über den Bearbeitungsstatus informiert werden: ob das Wasseramt noch Bedenken hegt, das Katasteramt zugestimmt hat oder die Denkmalspflege Änderungen wünscht.

Für die digitale Vorgangssteuerung nutzt Kaiserslautern das Produkt "Domea" der Firma CSE Solutions, die hierzulande in Berlin eine Niederlassung hat, sowie das RLP-Netz (RLP steht für Rheinland-Pfalz). Auf diesem Netz konnten ehemals nur SNA-Protokolle genutzt werden, seit geraumer Zeit allerdings ist auch TCP/IP möglich. Damit steht dem Ausbau der Anwendung in Richtung Internet-Anbindung nichts im Wege, führt Kusche aus.

Doch bis jetzt ist der Online-Vorstoß der Baubehörden noch ein Pilotprojekt im Rahmen einer vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Multimedia-Initiative der öffentlichen Hand. Um zu testen, wie weit sich die papierlose Bearbeitung vorantreiben läßt, sucht das Kusche-Team noch nach Architekten, die ihre Bauzeichnungen digital einreichen können. Allerdings steht noch nicht fest, in welchem Format das geschehen könnte. Außerdem sind auch Grundsatzfragen ungeklärt, zum Beispiel, ob Urkunden in der Papierform vorliegen müssen.