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Kommunikationstechniken beim Mittelstand wenig gefragt, aber:

Bürosysteme sind auf dem Vormarsch

01.07.1988

BONN (CW) - Kaum zwanzig Prozent der bundesdeutschen Unternehmen des Klein- und Mittelstandes nutzen die Möglichkeiten, die die neuen Informations- und Kommunikationstechniken bieten.

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, die vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Messegesellschaft erstellt wurde.

Die geringste Akzeptanz erzielten die Exoten unter den Kommunikationstechniken: Nur 5,6 Prozent der Unternehmen streben die Anschaffung eines-Bildtelefons an, und 6,4 Prozent erwägen den Einsatz der Videokonferenz-Technik.

Anders sieht es dagegen bei den Anwendungen aus, die den Bürobetrieb direkt rationalisieren. Spitzenreiter ist der Fernkopierer, rund 60 Prozent der befragten Unternehmen planen die Anschaffung eines Faxgerätes. Groß sind auch die Anteile von Druckern (67,2 Prozent), Textverarbeitungssystemen (47,8 Prozent) und Personalcomputern (45,1 Prozent).

Keine prinzipiell fehlende Bereitschaft der deutschen Unternehmen, sich mit neuer Technologie einzulassen, sei Ursache für den geringen Ausstattungsgrad mit Telekommunikationstechniken. Die Autoren der Studie interpretieren diese Zahlen vielmehr dahingehend, daß das Wissen um die Möglichkeiten auch die Intensität des Einsatzes bedingt: Je schlechter die Betriebe informiert sind, desto geringer die Neigung, sich der neuen Techniken zu bedienen. Ein Hinweis auf die verbreitete Uninformiertheit vieler Klein- und Mittelbetriebe sei die Tatsache, daß von 1200 angeschriebenen Firmen nur etwa zwölf Prozent den Fragebogen ausgefüllt haben.

Für die Zukunft wird jedoch in dieser Haltung eine Wandlung erwartet. Das Interesse müsse unter dem zunehmenden Zwang, konkurrenzfähig zu bleiben, zweifellos wachsen. Schon heute sind in etlichen Branchen Betriebe ohne direkten Datenanschluß und Rechner, so eine weitere Aussage der Studie, nicht mehr dazu in der Lage, im harten Wettbewerb mitzuhalten.