Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

15.03.1991 - 

Ohne Subventionen wären die Franzosen verloren

Bull befindet sich weiter auf Talfahrt

15.03.1991

PARIS (CW) - Weiter Tribut zollen muß die französische Groupe Bull ihren umfangreichen Umstrukturierungsmaßnahmen. Für das Geschäftsjahr 1990 wird der Computerkonzern einen Gesamtverlust von rund sechs Milliarden Franc (etwa 1,7 Milliarden Mark) ausweisen müssen. Die offizielle Bekanntgabe des Ergebnisses wird für Ende März erwartet.

Daß die finanzielle Talfahrt der Gruppe Bull weiter andauern würde, hatte sich bereits zur Halbzeit 1990 angedeutet. Für die ersten sechs Monate war ein Fehlbetrag von 1,88 Milliarden Franc (etwa 550 Millionen Mark) angefallen, und Bull-Chef Francis Lorentz hatte bereits angekündet, daß die roten Zahlen für das Gesamtjahr noch weitaus schlechter aussehen würden. Gerechnet wurde mit einem Verlust von rund 2,88 Milliarden Franc.

Damit wird Lorentz wohl recht behalten. Denn der operative Fehlbetrag, also das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit, wird sich ersten Schätzungen zufolge auf zirka drei Milliarden Franc belaufen. Daß der Gesamtverlust dennoch derart hoch ausfällt, hängt mit den finanziellen Belastungen zusammen, die die Franzosen im Rahmen ihres umfangreichen Umstrukturierungsprogrammes aufbringen müssen. Derzeit wartet Bull auf Subventionen der französischen Regierung in Höhe von rund zwei Milliarden Franc.

Der Umsatz für 1990 wird sich auf 34,6 Milliarden Franc belaufen, was eine Steigerung von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Auch nicht gerade rosige Zeiten erlebt der französische PC-Hersteller SMT-Goupil. Das schuldenbeladene Unternehmen - die finanziellen Verpflichtungen belaufen sich derzeit auf rund 700 Millionen Franc - braucht dringend Geld, um seine Kapitalbasis momentan rund 120 Millionen Franc - aufzustocken.

Seit November letzten Jahres ist das Unternehmen auf der Suche nach neuen finanziellen Partnern.

Wie verlautete, steht Goupil-President Claude Perdrillat derzeit in Verhandlungen mit einigen Banken. Dementiert wurden Gerüchte, daß ein japanisches Unternehmen den PC-Maker kaufen wolle.