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23.11.2001 - 

Französischer Computerkonzern kommt aus der Krise nicht heraus

Bull braucht viel Geld vom Staat

MÜNCHEN (CW) - Bull steht das Wasser bis zum Hals. Die Geschäfte laufen schlecht, und jetzt beantragte das Unternehmen bei der Pariser Börse, die Aktie vom Handel auszusetzen.

Schon seit Wochen gab es in Paris Gerüchte über Liquiditätsengpässe. Der Aufsichtsrat Bulls hat nun vom Staat die Zusage über ein Darlehen von 100 Millionen Euro erhalten, mit der die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens mittelfristig gesichert werden soll. Gleichzeitig hat der seit 1997 amtierende Vorstandschef Guy de Panafieu seinen Rücktritt erklärt. Allerdings muss er im Amt bleiben, bis der Aufsichtsrat einen Nachfolger benennt.

Bull hatte das Geschäftsjahr 2000 bei einem Umsatz von 3,2 Milliarden Euro mit einem Verlust von 243 Millionen Euro abgeschlossen. Um die Zahlung eines Kredits von 115 Millionen Euro zur Jahresmitte zu sichern, kündigte de Panafieu den Verkauf rentabler Tochtergesellschaften sowie des Firmensitzes an. Zuvor hatte Bull bereits die profitable Herstellung von Chipkarten abgegeben.

Über den Plan zur Fortführung des angeschlagenen Traditionsunternehmens verlautete nur, dass die europäischen Aktivitäten der Bull-Dienstleistungstochter Integris noch in diesem Jahr an den Wettbewerber Groupe Steria verkauft werden sollen.

Dass Bull es bisher nicht geschafft hat, aus der Krise zu kommen, liegt nach Analystenmeinung auch an der Aktionärsstruktur, die Weichenstellungen erschwert. So halten France Télécom, Motorola sowie NEC je 16,9 Prozent des Kapitals, weitere 16,3 Prozent befinden sich beim französischen Staat. Dieser möchte schon lange seine Anteile abgeben, hat aber noch keinen Interessenten gefunden. (hk)