Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

26.01.1990 - 

Franzosen straffen weltweite Aktivitäten und planen auch Personalabbau

Bull-Gruppe geht DV-Markt jetzt mit vier Unternehmen an

26.01.1990

PARIS/NEW YORK (CW/IDG) - Neue Konzernstruktur bei der französischen Bull-Gruppe: Fortan wird das Unternehmen weltweit mit vier Gesellschaften operieren. Für zahlreiche Bull-Mitarbeiter in Frankreich wird diese Reorganisation jedoch negative Folgen haben; Konzernchef Francis Lorentz kündigte nämlich Personaleinsparungen an.

Die neue Aufteilung der Bull-Gruppe sieht folgende Gesellschaften vor: Die Bull SA, die dem neuen Präsidenten und CEO Jean Claude Albrecht, einem ehemaligen ICL-Manager, untersteht, ist für Entwicklung, Produktion und Vertrieb in Frankreich verantwortlich. Die Bull International SA bündelt die DV-Aktivitäten in Europa ihr gehört auch die Kölner Bull AG an -, in Afrika, Lateinamerika und Südostasien. Die Leitung dieser Gesellschaft hat Didier Ruffat. Die Bull HN Information Systems ist unter der Führung von Roland Pampel für Entwicklung, Produktion und Vertrieb in Nordamerika, Mexiko, Italien, Großbritannien, Australien und einige südasiatische Länder zuständig. Die Zenith Data Systems (ZDS) schließlich ist die Mikrocomputer-Division von Bull, die - angeführt von John Frank - weltweit Laptops und Desktops entwickeln, fertigen und vermarkten wird. Dabei soll die europäische Produktion der PCs im Bull-Werk Villeneuve d'Ascq bei Lille erfolgen, während das ZDS-Werk in Sankt Joseph die Fertigung für den nordamerikanischen Markt übernimmt.

Der Bull-Konzern, der mit der ZDS-Übernahme zum fünftgrößten europäischen PC-Anbieter aufgestiegen ist, wird laut Chairman Francis Lorentz für das abgelaufene Geschäftsjahr keinen Nettogewinn ausweisen können. Es sei zwar mit einem Betriebsgewinn zu rechnen, doch habe man den Halbjahresverlust von 93,7 Millionen Dollar, der unter anderem aufgrund von Produktionsschwierigkeiten im Werk in Angers entstanden war -, trotz eines besseren zweiten Halbjahres nicht ganz ausgleichen können.

Darüber hinaus werde das Ergebnis 1989 durch bevorstehende Personaleinsparungen in diesem Jahr belastet. Lorentz: "Wir werden damit fortfahren, so schnell wie möglich Personal abzubauen. Deshalb haben wir entsprechende finanzielle Vorkehrungen für 1990 getroffen." Zu Entlassungen soll es nach Aussage des Bull-Chairmans nur in Frankreich kommen. Die neue Division Zenith Data Systems sei von dieser Maßnahme nicht betroffen. Das endgültige Geschäftsergebnis 1989 wollen die Franzosen Ende Februar bekanntgeben.