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Gewinnzone muß erreicht werden

Bull-Gruppe will weitere 3000 Arbeitsplätze einsparen

02.11.1990

PARIS (CW) - Eine neue Runde in Sachen Personalabbau will die französische Gruppe Bull einläuten: Rund 3000 Arbeitsplätze, so berichtet laut "Wall Street Journal" die Presse in Frankreich, sollen 1991 und 1992 eingespart werden.

Seit 1984 ist der Computerhersteller aus Paris dabei, kontinuierlich Arbeitsplätze abzubauen. Allein für dieses Jahr hat die Konzernleitung 3000 Entlassungen geplant, davon 1200 in Frankreich. Nun soll das Personal noch einmal um die gleiche Zahl im nächsten und übernächsten Jahr reduziert werden. Diesmal, so spekulieren französische Reporter dem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge, werde es wohl hauptsächlich die amerikanische Belegschaft treffen. Dort sind zur Zeit knapp 10 000 der weltweit 47 000 Bull-Mitarbeiter tätig. Bull-Deutschland-Sprecher Jörg M. Pläsker erklärte zu den erneuten Personal-Anpassungsplänen: "Francis Lorentz hat schon im August bei Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses betont, daß die Umstrukturierungsphase bei Bull noch bis 1992 andauern werde". Dabei habe der Konzernchef angekündigt, im Herbst weitere Maßnahmen zur Neuorganisation bekanntzugeben.

Die Gruppe Bull steht unter massivem Druck, ihre Finanzen aufzubessern. Seit der Computerkonzern Mitte 1990 einen Verlust von 1,88 Milliarden Franc (umgerechnet 550 Millionen Mark) ausweisen mußte, ist Frankreichs DV-Aushängeschild bei Industrieminister Roger Fauroux in Ungnade gefallen. In einem Interview mit französischen Reportern erklärte Fauroux jetzt, die Gruppe Bull bereite ihm zur Zeit große Sorgen. Zwar will Frankreichs Regierung dem DV-Konzern im kommenden Jahr erneut mit einer Finanzspritze von mehr als einer Milliarde Franc unter die Arme greifen. Vor einigen Wochen aber hatte Fauroux Bull bereits ebenfalls via Interview geraten, sich einen europäischen Partner zu suchen (siehe auch CW Nr. 39 vom 28. September 1990, Seite 3).