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24.04.1987 - 

Neue Midframe-Rechnerserie DPS 7000 ist bereits lieferbar:

Bull hat ehrgeizige Abteilungsrechner-Ziele

PARIS (bk) - Die französische Bull S.A. stellte anläßlich der Sicob '87 eine neue Computerserie im "Midframe"-Bereich vor. Weiteres Novum: Erstmals konnte die Gruppe Bull eine neue Produktreihe auch für die Länder USA, Italien und Großbritannien ankündigen, in denen jetzt die gerade gegründete Honeywell Bull Inc. aktiv ist (siehe auch COMPUTERWOCHE 14/87, Seite 1).

Gleich mehrere Premieren erlebte Paris Anfang April: Zum ersten Mal fand der "große" Sicob (Salon International d'Informatique Telematique, Communication, Organisation du Bureau et Bureautique) im Frühjahr (6. bis 11. April) statt. Ebenfalls erstmals waren die Aussteller (rund 900) auf dem 1986 eröffneten Messegelände Parc International des Expositions de Paris-Nord/Villepinte in der Nähe des Flughafens Charles de Gaulle untergebracht. Premiere hatte auch IBM: Während alle namhaften Computerhersteller auf dem Sicob vertreten waren, glänzte der Marktführer durch Abwesenheit. Lediglich ein paar Händler hielten die Stellung. Dazu Rainer R. Rottke von der Pressestelle der IBM Deutschland: "Der Grund für die Abwesenheit war die Terminumstellung. IBM sah keinen Sinn darin, nur wenige Monate nach dem letzten Sicob im September 1986 jetzt schon wieder auszustellen." Diese Entscheidung, bekräftigte Rottke, habe sich jedoch nur auf den Sicob '87 bezogen. Es bedeute nicht, daß IBM nie wieder auf dieser Messe vertreten sein werde.

Eine richtige Weltpremiere hingegen feierte die französische Bull-Gruppe. Generaldirektor Francis Lorentz präsentierte die neue Computerserie DPS 7000, auch bekannt unter dem Arbeitstitel "Ares", mit dem Betriebssystem GCOS 7-AS. Vorgestellt wurde der Fachpresse diese Neuheit jedoch nicht auf dem Sicob selbst, sondern auf der vom Unternehmen organisierten "Bull '87". Ziel dieser "Innovations- und Lösungsschau" (Bull-Bezeichnung), die auf dem Gelände des neuen Logistik-Zentrums Paris Nord II in unmittelbarer Nähe der neuen Sicob-Heimat stattfand, sollte sein, in einem erweiterten Rahmen zum Sicob schwerpunktmäßig Lösungen in Industrie, Handel und Banken zu zeigen.

Die neue Computerfamilie DPS 7000, mit der Bull laut Lorentz verstärkt in den Markt der Abteilungsrechner sowie der kleinen und mittleren Unternehmen eindringen will, umfaßt fünf Modelle mit der Bezeichnung 10, 20, 30, 40 sowie 50. Sie ist unterhalb der mittleren und großen Multiprozessorsysteme DPS 7 anzusiedeln. Die Verarbeitungsleistung reicht je Modell von 9000 bis 52 000 Transaktionen pro Stunde (2,5 bis 14,4 Transaktionen pro Sekunde). Lorentz, der sich sonst nur selten über Mitkonkurrenten äußert, ließ sich in diesem Zusammenhang zu der Bemerkung hinreißen: "Während der neue IBM-Abteilungsrechner 9377 rund 25 000 Transaktionen pro Stunde (6,9 Transaktionen pro Sekunde) schafft, kommt die vergleichbare DPS 7000/40 auf 30 000 Transaktionen pro Stunde (8,9 Transaktionen pro Sekunde)."

Das Innenleben der DPS-7000-Systeme weist einen Hauptspeicher von 4 MB auf, der bis zu 16 MB erweiterbar ist. An Peripherie stehen 350- oder 500-MB-Festplatten, Magnetbänder mit 1600 oder 6250 bpi oder 25, 75, 125 oder 200 ips Aufzeichnungsdichte und für die Druckausgabe Zeichen-, Zeilen- oder magnetografische Drucker (Bull MP 9060) zur Verfügung. Die Telekommunikationsprozessoren können bis zu 600 Terminals unterstützen. Der Basispreis für die Zentraleinheit liegt bei rund 100 000 Mark.

Die DPS 7000 ist gleichzeitig die erste Ankündigung für die Märkte USA, Italien und Großbritannien, die Bull durch die Gründung der Honeywell Bull Inc. hinzugewonnen hat. Für alle Vertriebskanäle sollen die Rechner bereits verfügbar sein.