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27.06.1997 - 

Trotz Nachteilen gegenüber Unix

Bull zielt mit Acht-Wege-NT-Server auf Großunternehmen

Die Maschinen sollen mit System- und Management-Software ausgestattet sein, die bislang schon in den "Escala"- und "Sagister"-Maschinen eingesetzt wird und auf Windows NT zugeschnitten wurde. Hierzu gehört die Middleware "ISM/ Open Master", die insbesondere für Sicherungsmecha- nismen und Managementaufgaben herangezogen wird.

Gerard Roucairol, bei Bull als Vice-President verantwortlich für Technologieentwicklungen und strategische Planungen, sagte, Bull ziele mit den Hochleistungs-Intel-Servern zum Teil auf Mainframe-Anwender in Großunternehmen ab, die Unix-Umgebungen zugunsten von Windows NT vermeiden wollen.

Anzumerken ist hierbei allerdings, daß NT in bezug auf die Skalier-, also Ausbaufähigkeit der Server einem Vergleich mit Unix-Maschinen in keiner Weise standhält. Maschinen wie beispielsweise die "Ultra-Enterprise"-Systeme von Sun Microsystems lassen sich mit bis zu 64 Prozessoren ausstatten und werden vor allem vom Unix-Derivat Solaris unterstützt. Hiervon ist NT noch weit entfernt. In der nächsten Version 5.0 von NT sollen Server mit bis zu acht CPUs arbeiten können. Bulls eigene "Escala"-Server auf AIX-Basis lassen sich erheblich besser skalieren als die NT-Maschinen.

Als Stellungnahme gab Bull-Pressesprecher Jörg-Michael Pläsker an, Bull brauche NT, weil der Markt da-nach verlangen würden.

Die Acht-Prozessor-Modelle von Bull werden mit Pentium-Pro-Chips rechnen, die mit 200 Megahertz getaktet sind. In Europa werden die Server unter dem Bull-Logo vertrieben. In den USA sollen sie möglicherweise unter NECs Firmennamen verkauft werden.

Bull hofft, mit den NT-Maschinen seinen Server-Marktanteil in Europa auf zehn Prozent steigern zu können. Mit seinen aktuellen Unix-Maschinen konnte sich Bull laut Roucairol fünf bis sechs Prozent des Server-Marktes sichern.