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27.06.2007

Bund gibt Regulierung Mitschuld für Telekom-Kurs - Dokument

Von Stefan Paul Mechnig

Von Stefan Paul Mechnig

Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Großaktionär Bund macht die Regulierung von Telekom und Post für negative Entwicklungen des Aktienkurses der früheren Staatsbetriebe mitverantwortlich. Das geht aus einem Dokument des Bundesfinanzministeriums hervor, in das die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires Einblick hatte.

Das Ministerium will demnach die Auswirkungen der Regulierung auf die Konzerne untersuchen und schreibt jetzt den Auftrag aus. In der Kurzbeschreibung dazu heißt es, die so genannte sektorspezifische Regulierung stelle "heute für ehemalige Staatsunternehmen ein besonderes Risiko" dar. Sie lasse sich "zum Teil an einer negativen Unternehmens- und Aktienkursentwicklung festmachen."

Ziel der Untersuchung sei es, die Effektivität der Regulierung "mit Blick auf die intendierten finanz- und wirtschaftspolitischen Zielsetzungen für Unternehmen, Privathaushalte und Staat" zu überprüfen, so das Ministerium. Der Bund bzw die ihm gehörende KfW Bankengruppe hatte bei der schrittweisen Privatisierung der Deutschen Telekom AG ab 1996 und mit dem Börsengang der Deutschen Post AG im Jahre 2000 Milliardenerlöse erzielt. Der Kurs der T-Aktie liegt jedoch seit Jahren weit unter den Ausgabepreisen vor allem der zweiten und dritten Platzierungen, während sich die Papiere der Post nur geringfügig über dem Emissionspreis bewegen.

Der Bund hält noch 14,8% an der Telekom, weitere 16,9% liegen bei der KfW. Diese ist außerdem im Besitz von 30,6% der Post-Anteile, der Rest ist breit gestreut. Die KfW-Vorsitzende Ingrid Matthäus-Maier räumte jetzt ein, dass sich die Bank derzeit nicht von den Papieren der beiden Ex-Monopolisten trennen werde. Die jeweilige Kapitalmarktsituation sei ein entscheidendes Kriterium für Verkäufe, in diesem Rahmen schaue man nach geeigneten Gelegenheiten. "Eine solche sehe ich heute nicht", sagte sie der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom Mittwoch.

http://www.telekom3.de, www.dpwn.de, www.BMF.de

- Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13 87 213,

TMT.de@dowjones.com

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