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17.07.1981

Bundesdeutsche Computerbranche ist eine "Stabilitäts-Bastion":Kleinere Terminalsysteme sind die Renner

NÜRNBERG (VWD) - Die Computerbranche ist in der Bundesrepublik eine "Stabilitäts-Bastion" mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten geblieben: Mehr als elf Prozent ist die DV-Geräte-Produktion 1980 im Vergleich zum Vorjahr real gestiegen. Der Umsatz wuchs dabei, so Datev-Vorstandsvorsitzender Heinz Sebiger, um etwa fünf Prozent.

249 000 Computer im Wert von rund 43 Millionen Mark waren Anfang 1981 nach der neuesten Diebold-Statistik in der Bundesrepublik installiert. Innerhalb eines Jahres sei die Anzahl der installierten Rechenanlagen - einschließlich Terminals - um rund 18 Prozent gewachsen. Demgegenüber liege die Zuwachsrate für den Installationswert als Folge der Preisentwicklung für Hardware nur bei etwa neun Prozent.

Über 60 Prozent des Marktwertes der derzeit eingesetzten Rechnersysteme entfalle auf Universalcomputer, deren zahlenmäßiger Anteil bei fünf Prozent liege. Überdurchschnittliche Wachstumsraten hätten 1980 die kleineren Computeranlagen und Terminalsysteme verzeichnen können. Dieser Erfolg ist nach Aussage von Sebiger nur in Verbindung mit den Universal-Computern möglich, die über Datenfernverarbeitung deren technische und wirtschaftliche Basis darstellen. Ausgesprochenen "Insellösungen" oder gar Minicomputern werde von der Fachwelt keine Zukunft eingeräumt.

Der technologische Trend der 80er Jahre wird nach Sebigers Ansicht durch Rechnerverbundsysteme mit Datenfernverarbeitung über intelligente Datenendgeräte gekennzeichnet sein. Je nach individuellem Anwenderbedarf werden Großrechenanlagen mit Hintergrundaufgaben wie Massendaten-Verarbeitung, -Speicherung, Bereitstellung von Informationsbanken, Netzsteuerung, Software-Erstellung, Datenschutz und -Sicherung versehen. Eine sehr differenzierte Entwicklung nehmen nach Angaben von Sebiger zur Zeit die Service-Rechenzentren in der Bundesrepublik. Bei diesen handele es sich zu mehr als 70 Prozent um ausgesprochene Kleinfirmen mit weniger als fünf Millionen Mark Jahresumsatz, denen es schwerfalle, mit der Branchenentwicklung in Hinsicht auf technisches und personelles Know-how mitzuhalten.