Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

06.07.1990 - 

Zulassungsverfahren kundenfreundlicher gestaltet

Bundespost hebt das Telefon-Monopol auf

BONN (CW) - Das letzte Monopol im Endgerätebereich der Deutschen Bundespost ist gefallen. Ein Jahr nach dem Inkrafttreten der Postreform können nun auch private Anbieter Telefonapparate auf dem Markt, das heißt zum Beispiel im Fachhandel oder über Kaufhäuser, anbieten.

Bis zum 20. Juni dieses Jahres sind bereits 38 Telefonapparate zugelassen worden, weitere 25 Anträge liegen vor. Auch ansländische Antragsteller ohne Firmensitz im EG-Raum kommen künftig für ein Systemangebot in Frage. Darüber hinaus wurden nach Angaben des Bundespost-Ministeriums sämtliche bestehenden fernmelderechtlichen Beschränkungen bei Endgeräten aufgehoben und das Zulassungsverfahren für Fernmeldeeinrichtungen einfacher und kundenfreundlicher gestaltet.

Wie Postminister Christian Schwarz-Schilling mit Blick auf die Erfahrungen in anderen Ländern betonte, wird der bundesrepublikanische Markt mit einem Volumen von rund zwei Milliarden Mark bei sinkenden Preisen rasant wachsen.

Mit der Beseitigung rechtlieher Barrieren durch die Neufassung des Paragraphen 1, Absatz 3, des Fernmeldeanlagengesetzes wurde die nötige Voraussetzung für den angestrebten Wettbewerb geschaffen.

Außerdem sorgt die Deutsche Bundespost zunehmend für technisch einfache Schnittstellen zwischen Endgerät und Netz. So werden seit 1987 Anschlußdosen installiert, in die sich das Telefon problemlos einstecken läßt. Die Zahl der bisher acht Millionen Dosen soll bis zum Jahresende 10 Millionen und bis Mitte der neunziger Jahre 30 Millionen erreichen.

Sämtliche Geräte, die künftig auf den freien Markt gelangen, bedürfen einer Genehmigung durch das Zentralamt für Zulassungen (ZZF) in Saarbrücken. Zu den geforderten Voraussetzungen zählen zum Beispiel die Ausstattung mit einer Wählvorrichtung, einer Klingel, einem Mikrophon sowie einer Hörkapsel, aber auch die Unempfindlichkeit der jeweiligen Telefone gegenüber elektromagnetischen Störungen.

Christian Schwarz-Schilling betonte auch, daß sich nicht nur die Zahl der Fernsprechapparate und ihrer Lieferanten vergrößere, sondern private Unternehmen künftig Telefonleitungen innerhalb der Räume des Kunden installieren können.

Nach der ersten Dose, an der das Netzmonopol der Post endet, können die Leitungen und weitere Dosen von Angehörigen der Elektroberufe installiert werden.