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28.10.1988 - 

Gebührensenkungen und vereinfachte Überlassungsbedingungen:

Bundespost kommt Datenkunden entgegen

BONN (CW) - Die Bundespost hat den Forderungen ihrer Datenklientel in puncto kundenfreundlicheren Benutzungsbedingungen und Gebührenreduzierung Rechnung getragen. Seit kurzem gilt eine Reihe von Änderungen sowohl im nationalen als auch im internationalen Bereich.

So wurde die seit Jahren heftig kritisierte nutzungszeitabhängige Tarifierung partiell aufgehoben. Für Direktrufverbindungen bis zu 9600 Bit/s wird künftig nur noch eine monatliche Pauschalgebühr erhoben. Zudem ist für diesen Bereich auch die Beschränkung der Nachrichtenvermittlung für Dritte weggefallen. Darüber hinaus wird bei der Gebührenberechnung von 64-KBit/-Direktrufverbindungen bis zum 31. Dezember 1991 nur noch eine pauschale Nutzung von 120 Stunden (bisher 240 Stunden) pro Monat zugrundegelegt.

Gebührensenkungen gibt es im internationalen Datex-P- und Datex-L-Verkehr: Die Volumengebühr je Segment für Datex-P-Verbindungen nach den USA beträgt nun 0,9 (bisher 1,3) Pfennig, nach Kanada 1,2 (bisher 1,6) Pfennig und nach Japan 1,5 (bisher 2) Pfennig. Zudem wurde die Zeitgebühr nach Japan um 20 Prozent auf 20 Pfennig gesenkt.

Im Datex-L-Verkehr nach Kanada und USA liegen die Gebühren pro Sekunde Verbindungszeit jetzt für Geschwindigkeiten bis zu 2400 Bit/s bei 4 2 (bisher 6,1) Pfennig, bis zu 4800 Bit/s bei 7 (bisher 9,35) Pfennig und bis zu 9600 Bit/s bei 12 (bisher 16,15) Pfennig.

Bis zu 39 Prozent reichen die Gebührenermäßigungen bei den meisten Internationalen Mietleitungen (IML). Darüber hinaus ist bei Fernsprechmietleitungen die bisherige Unterscheidung zwischen Regelausnutzung und erweiterter Ausnutzung für die Datenübermittlung samt der sich daraus ergebenden unterschiedlichen Gebührenberechnung entfallen.

Nicht mehr im IML-Angebot der Bundespost finden sich digitale Leitungen mit Geschwindigkeiten von 2400, 4800 und 9600 Bit/s. Bei Geschwindigkeiten ab 56 KBit/s erhält der Kunde, wenn er eine Mindestmietdauer von drei oder fünf Jahren fest vereinbart, Gebührenermäßigungen von fünf oder zehn Prozent.

Neue IFV-Regelung

Bei den Internationalen Festverbindungen (IFV) entfallen künftig sämtliche Einschränkungen, die es bisher in puncto Datenübermittlung beim Zugang zu den Wählanschlüssen am öffentlichen Netz gab. Nunmehr ist es möglich, den gesamten Datenverkehr auf solchen Verbindungen von Wählanschlüssen aus abzuwickeln. IFV bis zu 4800 Bit/s werden nicht mehr angeboten; bei Verbindungen von 9600 Bit/s entfällt die nutzungszeitabhängige Tarifierung, und es werden nur noch pauschale monatliche und um rund 30 Prozent gesenkte Gebühren in Rechnung gestellt.

Im Bereich der höheren Geschwindigkeiten bietet die Bundespost jetzt IFV mit 64 KBit/s an, für die neben den monatlichen Gebühren eine verkehrsabhängige Gebühr für die Zeit berechnet wird, die über 120 Stunden hinausgeht. Bei einer Mietdauer von drei oder fünf Jahren reduzieren sich auch hier die Gebühren um fünf oder zehn Prozent.

Schließlich wartet die Post bei IFV mit folgenden neuen Dienstleistungen auf: Analog-Verbindungen mit einer Bandbreite von 3,1 kHz sowie digitale IFV mit 50, 75, 100 und 200 Baud werden mit pauschaler Tarifierung angeboten.

Darüber hinaus enthalten die neuen Regelungen der Bundespost Gebührensenkungen beim Telebox-Dienst und für die Nutzung von Telefonmodems sowie Erweiterungen in der Angebotspallete auf dem Modem-Sektor.