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20.03.2007

Bundesregierung fördert die IKT-Branche

Bis 2011 sollen 1,5 Milliarden Euro an Projektfördermitteln aufgebracht werden.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat auf der CeBIT in Hannover das Programm "IKT 2020" vorgestellt. Kernpunkte sind: Mehr Budget für Forschungsprojekte und für kleine und mittelständische Unternehmen sowie eine stärkere Verquickung von Wirtschaft und Wissenschaft.

Nach den Worten von Schavan wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Forschungsprogramm bis zum Jahr 2011 rund 1,5 Milliarden Euro an Projektfördermitteln zur Verfügung stellen. Pro Jahr sollen 300 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Etwa gleich viel Geld geht in die institutionelle Förderung, also an Forschungsinstitute. Schließlich sind im 7. Forschungsrahmenprogramm bis 2013 weitere rund 1, 3 Milliarden Euro geplant. Gegenüber dem Vorgängerrahmenprogramm sei dies eine Steigerung von 40 Prozent.

Wolfgang Wahlster, Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), fügte hinzu, IKT-Firmen könnten auch aus dem Topf der Hightech-Initiative noch Gelder bekommen. Allerdings müssten sie hier gegen Konkurrenten aus anderen Industriebranchen antreten. Auch das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) will hier jährlich 80 Millionen Euro zuschießen.

Auf Branchen fokussiert

Schavan sagte auf der CeBIT: "Mit IKT 2020 richten wir die Forschungsförderung auf starke Anwendungsbereiche aus, in denen Innovationen in hohem Maße IKT-getrieben sind." Als solche Anwendungsbereiche sind Branchen gemeint, die Chancen bieten oder in denen Deutschland besonders wettbewerbsfähig ist: Automotive, Maschinenbau und Automatisierung, Gesundheit und Medizin, Logistik und Dienstleistungen sowie Umwelt und Energie. Gefördert werden Basistechnologien auf den Gebieten Elektronik und Mikrosysteme, Software und Wissensverarbeitung sowie Kommunikationstechnik und Netze.

Die Bundesministerin betonte, dass kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) ein ordentliches Stück vom Kuchen bekommen sollen. Mit der Fördermaßnahme "KMU-Innovationsoffensive Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)" sollen über eine Laufzeit von fünf Jahren 100 Millionen Euro für solche Betriebe zur Verfügung gestellt werden. Die Forschungsministerin versprach beschleunigte und vereinfachte Förderverfahren sowie eine zentrale Stelle, die als Ansprechpartner dient.

Außerdem soll eine "Qualifizierungsoffensive" angestoßen werden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das freute vor allem Willi Berchtold, Präsident des Branchenverbands Bitkom, der sich auf der CeBIT heftig über Personalengpässe im IKT-Bereich beklagt hatte (siehe Seite Seite 42: "Im Fokus: IT-Arbeitsmarkt"). Er sagte: "Die Innovationsinitiative kann sich sehen lassen. Mit IKT 2020 hat Deutschland einen großen Schritt voran gemacht." Die Abkehr vom Gießkannenprinzip in der Forschungsförderung sei richtig. Korrekt sei auch, insbesondere die kleinen und mittelgroßen Unternehmen gesondert zu fördern. (jm)