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05.11.1999 - 

Informationen immer noch unbefriedigend

Bundesregierung verteilt Broschüre zur Jahr-2000-Problematik

MÜNCHEN (jm) - Die Bundesregierung wird kommende Woche rund zehn Millionen Informationsbroschüren zum Jahr-2000-Problem über alle großen Regionalzeitungen verbreiten. Mehr als Allgemeinplätze hat die Druckschrift allerdings nicht zu bieten

Außerdem hat sie eine Internet-Homepage freigeschaltet, auf der verschiedene Quellen zur weiteren Information über den sogenannten Millennium-Bug aufgelistet sind. Die Bundesministerien des Inneren sowie für Wirtschaft und Technologie bieten auf dieser Homepage (http://www.info-jahr-2000.de) nicht nur die Broschüre selbst im Adobe-Acrobat-PDF-Format an, sondern verzweigen auf diverse Links mit weiterführenden Informationen zum Thema.

Infos über Telefon und per Faxabruf

Wer weitere Exemplare der Broschüre benötigt, kann diese telefonisch beim Bundesministerium des Innern (030/3981-2746) und beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (0228/615-2073) anfordern.

Außerdem wird die Bundesregierung eine telefonische Infoline eröffnen. Unter der Telefonnummer 0180/595-2000 können Bürger für eine Gebühr von 24 Pfennig pro Minute Experten zu Fragen rund um das Jahr-2000-Problem konsultieren. Daneben steht ein Fax-Abrufservice zur Verfügung. Über diesen ist es möglich, sowohl die Bürgerinformationsbroschüre als auch eine kostenlose CD-ROM zum Thema zu bestellen. Die Faxnummer lautet: 0190/ 660900 (Gebühr: 89 Pfennig pro Minute).

Sind Krankenhäuser wirklich gewappnet?

Wer die im Internet bereits veröffentlichte Broschüre durchliest, wird allerdings feststellen, daß die Bundesregierung vor allem mit Allgemeinplätzen zum Jahr-2000-Thema glänzt. Die Frage, ob etwa Feuerwehr und Polizei in der Nacht zum 1. Januar 2000 richtig arbeiten können, beantwortet die Broschüre mit der Aussage, Polizei und Katastrophenschutz hätten erhöhte Einsatzbereitschaft. Zudem seien in vielen Gemeinden und Städten Runde Tische zum Erfahrungsaustausch etabliert worden.

Bei den zu überprüfenden Hausgeräten werden etwa Heizungsanlagen mit Kaffeemaschinen in einem Atemzug genannt. Wie sinnvoll es ist, Mikrochips in Kaffeeaufbereitern mit Jahresdatenfunktionen auszustatten, bleibt schleierhaft. Tatsächlich gibt es solche Geräte auch nicht. Grundsätzlich gipfeln die Tips der Bundesregierung in dem Rat, die Hersteller aller möglichen Geräte über die Jahr-2000-Fitneß ihrer Produkte zu befragen. Bei den Informationen dazu, ob die Strom- und Wasserversorgung sowie die Telekommunikationsverbindungen gesichert seien, verläßt sich die Regierung auf die Eigenaussagen der Energie- und Wasserwirtschaft sowie der Deutschen Telekom.

Der Jahr-2000-Zustand der über 2000 deutschen Krankenhäuser wird lapidar mit der Feststellung umrissen, die Mehrzahl der Geräte in der Medizintechnik seien auf ihre Y2K-Tauglichkeit geprüft, umgestellt und erneut getestet worden. Tatsächlich besagen der COMPUTERWOCHE vorliegende Informationen aber, daß man sich auch in so großen Krankenhauskomplexen wie der Berliner Charité auf die Aussagen der Hersteller dieser Apparaturen verlassen hat. Einzeltests seien wegen des Umfangs der hierfür nötigen Arbeiten und der hieraus resultierenden Zusatzkosten nicht möglich gewesen.