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04.02.2000 - 

Interview

Bundlings geplant

Pierre van Beneden übernahm kürzlich zusätzlich zu seiner Funktion als Lotus-Chef Europa, Mittlerer Osten und Afrika (Emea) die Verantwortung für IBMs Softwarevertrieb in dieser Region.

CW: Nutzen Sie Ihre neue Position im Konzern für strategische Veränderungen?

BENEDEN: Große Veränderungen beabsichtige ich nicht. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Kunden das Angebot von Lotus, IBM und Tivoli als sehr fragmentiert wahrnehmen. Außerdem sprechen wir bis jetzt immer noch mehr von Produkten als von Lösungen. Zu meinen Aufgaben zähle ich deshalb, das Angebot von kompletten Suiten zu forcieren. Ein Beispiel wäre das Bundling von Domino und Websphere für E-Commerce-Umgebungen. Ebenso halte ich eine Verschmelzung von Highend-Features aus IBMs Dokumenten-Management mit der Flexibilität von Domino.doc zu einer Lösung für sinnvoll.

CW: Gefährden Sie mit solchen Lösungen nicht das Partnergeschäft?

BENEDEN: Wir liefern nach wie vor nur das Masterpiece der Software. Dokumenten-, Knowledge- und Workflow-Management bezeichnen wir als Infrastruktur oder als ein Framework, auf das unsere Partner aufsetzen. Hinzu kommt, dass gerade Großkunden hinter derartiger Basistechnik auch einen großen Hersteller sehen wollen. Ein Konzern wie Daimler-Chrysler will Lotus selbst hinter einem Projekt wissen. Große Chancen sehen wir für unsere Partner vor allem im ISP- und ASP-Markt, den wir in Europa etwa mit dem Telecom Italia Village bereits erfolgreich angehen.

CW: Was wird dabei Ihre Aufgabe sein?

BENEDEN: Wir bieten den Providern ein Bundle aus Domino, Websphere und DB2 Universal Database als Plattform an. Außerdem investieren wir bei diesem Thema in Gespäche mit Beratungshäusern, Outsourcern, vor allem aber mit den zahlreichen ISPs. Schließlich sucht sich ein Kunde seinen Provider meist in einem Umkreis von 20 bis 30 Kilometern.

Mit Pierre van Beneden sprach CW-Redakteur Stefan Ueberhorst.