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07.08.1998 - 

Joint-venture gegründet

Burda und Debis offerieren Verlagen ihr R/3-Know-how

07.08.1998

Burda Systems, der Mitte 1996 verselbständigte IT-Bereich des Verlags, ist Pilotanwender für "SAP Media". Unter dieser Bezeichnung hat die SAP AG, Walldorf, ihre betriebswirtschaftliche Standardsoftware R/3 um Vertriebs- und Anzeigenabwicklung für Zeitungen und Zeitschriften erweitert. An der Umstellung der Anzeigenanwendung von Zeitungen auf Zeitschriften hat Burda Systems aktiv mitgearbeitet.

Während Großverlage wie Burda teilweise schon zu den Kunden des größten deutschen Software-Unternehmens zählen, schrecken kleinere Medienbetriebe vor der Komplexität der R/3-Software zurück. Für sie wollen Debis und Burda die Eintrittsschwelle senken, indem sie Hilfe bei der Implementierung - einschließlich der Internet-Anbindungen - und beim Betrieb der Applikationen anbieten.

Die Debis Systemhaus Medien GmbH, Offenburg, so der Name des Gemeinschaftsunternehmens, wird den deutschen Verlagshäusern von der Beratung über die Implementierung bis zum Komplettbetrieb die ganze Palette der IT-Dienstleistungen offerieren - "nicht ausschließlich, aber schwerpunktmäßig" auf Basis der SAP-Software, wie der Geschäftsführer Rolf-Eckart Bandl erläutert. In puncto Produktionsplanung und -steuerung sowie Redaktionssysteme und Archive habe SAP noch keine passende Software vorzuweisen. Deshalb werde Debis Medien dem Kunden anbieten, in diesen Bereichen unterschiedliche Fremdsysteme an die SAP-Software anzubinden.

Als Zielgruppe des neuen Unternehmens bezeichnet Bandl, der in Personalunion auch Burda Systems leitet, zunächst die deutschen Zeitungsverlage. Den Zeitungsmarkt haben sich seiner Beobachtung zufolge viele kleine Verlage untereinander aufgeteilt, während der Zeitschriftensektor von wenigen Publishing-Riesen dominiert werde.

Nach zwei Jahren, in denen Burda Systems faktisch den gesamten Umsatz (im vergangenen Jahr rund 34 Millionen Mark) innerhalb der Verlagsgruppe erzielte, wagt sich die ehemalige Burda-IT mit dem Gemeinschaftsunternehmen jetzt erstmals auf den freien Markt.

Anders, als der Name vermu- ten läßt, sind die beiden Partner zu gleichen Teilen an Debis Medien beteiligt. Die vorerst 15 Mitarbeiter werden neu rekrutiert beziehungsweise von Burda Systems ausgeliehen. Bandl rechnet mit einer Million Mark Anlaufverlusten, will aber spätestens im Jahr 2000 schwarze Zahlen schreiben. Innerhalb von vier Jahren soll das neue Unternehmen, so die ehrgeizigen Pläne der Gründungspartner, 100 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von 35 Millionen Mark einbringen.