Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

05.04.1985 - 

Bunch-Mitglieder versuchen, den Anschluß zu halten:

Burroughs und Honeywell grasen auf IBM-Weide

05.04.1985

NEW YORK/PHOENIX (cw) - Neue Großrechner kündigten jetzt Honeywell und Burroughs an. Während sich Honeywell mit seinen Maschinen in der Sierra-Klasse bewegt, bleibt Burroughs beim 308X-Leisten.

Mit der neuen A 15-Familie versucht Burroughs, im Großrechnergeschäft präsent zu bleiben. Die Leistung reicht Burroughs zufolge von 7,7 Millionen Instruktionen pro Sekunde eines Ein-Prozessor-Modells bis hin zu 27 Mips der Vier-Prozessor-CPU, die maximal 192 MB Arbeitsspeicher unterstützt. Die neue Rechnerserie erreiche die 3,5fache Leistung der Altmodelle B 7900 in kommerziellen Anwendungen und die 2,2fache Leistung in der technisch-wissenschaftlichen DV. Erste Auslieferungen des A15-Uniprozessors sollen im dritten Quartal 1985 erfolgen, die restlichen Modelle folgen in vierteljährlichem Abstand. Die Preisspanne reicht von 2,9 bis 8,4 Millionen Dollar.

Parallel zur A 15-Ankündigung brachte Burroughs zwei neue Prozessoren auf den Markt, die die Serien B2000, 3000 und 4000 ersetzen könnten. Nach Unternehmensangaben sind die neuen Modelle V340 und V380 in jedem Fall die Ablösesysteme für die B4925 und 4955. Mit den beiden Rechnern, deren Auslieferung im vierten Quartal 1985 beginnen soll, kommt auch das neue Betriebssystem MCP 1.0, das als "Superset" des B4000-Betriebssystems gilt. Die V340 wird knapp 400 000 Dollar, die V380 rund 700 000 Dollar kosten.

Fünf Modelle umfaßt die von NEC entwickelte Honeywell-Serie DPS 90. Das Uniprozessormodell soll 30 bis 70 Prozent mehr Leistung bringen als Honeywells DPS 88/81. Der Performance-Gewinn sei bei technisch-wissenschaftlichen Anwendungen am größten, da die DPS 90 einen integrierten Array-Prozessor enthalte.

Von der DPS-90-Familie existieren auch Zwei-, Drei- und Vier-Prozessor-Versionen, wobei das Doppelprozessormodell als fehlertolerantes System geliefert werden kann. Alle Systemkomponenten seien hier schlicht doppelt ausgelegt. Die neuen DPS-Rechner arbeiten unter dem GCOS-8-Betriebssystem und sollen in der zweiten Hälfte dieses Jahres ausgeliefert werden. Die Hauptspeicherkapazität reicht bis zu 256 MB. Als Plattenlaufwerke bietet Honeywell die IBM-3380-Disks an. Bis zu 32 Laufwerke mit jeweils 1,8 Gigabyte lassen sich an die Steuereinheit anschließen. Diese Platten stehen auch den DPS-88-Anwendern zur Verfügung. Die Preise für die DPS-90-Modelle reichen von 4,0 bis 8,4 Millionen Dollar.