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06.02.2007

Business Objects drängt in den Mittelstand

Der BI-Spezialist bringt Angebote zu Kampfpreisen und ordnet seinen Vertrieb.

Mit Hilfe der neuen Produktlinie "Business Objects Crystal Decisions" und einem eigenen Geschäftsbereich will Business Objects, Schwergewicht im Softwaremarkt für Business Intelligence (BI), den Mittelstand erobern (Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als einer Milliarde Dollar). Business Objects Crystal Decisions basiert auf der BI-Plattform "Businessobjects XI", die bisher vor allem Großkunden einsetzen, wurde aber laut Hersteller auf die Anforderungen im Mittelstand angepasst. Hierzu zählen eine einfachere Installation und Systemverwaltung. Die Software soll in drei funktional unterschiedlich mächtigen Versionen auf den Markt kommen.

Als erstes Angebot ist jetzt die "Standard Edition" weltweit in zwölf Sprachen erhältlich. Sie dient zum Aufbau von Berichtslösungen, für die Datenanalyse und -visualisierung (Dashboards) sowie zur Integration von Berichten in Microsoft Office und in Sharepoint-Portal-Umgebungen. Der BI-Server läuft unter Windows oder Linux und ist in den USA zu Kampfpreisen ab 20000 Dollar für fünf gleichzeitige Nutzer (concurrent user) erhältlich. Die Preise in Europa sollen davon leicht abweichen. Im Lauf des Jahres folgen eine "Professional Edition" und eine "Premium Edition". Sie verfügen zusätzlich über Technik für die Datenintegration, das Kennzahlen-Management sowie zum Aufbau von Scorecards, die ebenfalls aus der BI-Plattform Businessobjects XI stammen. Durch die gemeinsame Codebasis der Mittelstands- und Enterprise-Produkte hofft Business Objects Kunden auch für Upgrades gewinnen zu können.

Türöffner Crystal Reports

Der Hersteller ist kein Neuling im Mittelstand. Vielmehr schuf sich das Unternehmen bereits 2003 durch die Übernahme des Anbieters Crystal Decisions ein Standbein in diesem Segment. Über 30 000 Mittelstandskunden sollen derzeit die Berichtssoftware "Crystal Reports" einsetzen. Der Vertrieb läuft in erster Linie indirekt über offiziell rund 2300 Partner, die Crystal-Software als Value Added Reseller, Distributor, Systemintegrator oder über ein OEM-Abkommen verkaufen. Kein anderer BI-Hersteller hat ein größeres Partnernetz. Im April 2006 kam zudem mit crystalreports.com eine Online-Plattform hinzu, mit der Business Objects erstmals dem Mittelstand Software zur Miete anbot.

Mit dem Aufbau einer eigenen Mittelstandsorganisation gewinnt das Geschäft an Konturen: Waren bisher nur einzelne Mitarbeiter im Pre-Sales und Sales aktiv, so werde es künftig einen Direktvertrieb mit Budget und Umsatzzielen, Produkt-Support und Marketing geben, erklärte Todd Rowe, als Vice President zuständig für das weltweite Mittelstandsgeschäft bei Business Objects, gegenüber dem Brancheninformationsdienst "Computerwire". Partner versuchte der Manager damit zu beruhigen, dass auch das neue Portfolio vorrangig über die existierenden Kanäle verkauft werden soll. Zudem seien für das laufende Jahr weitere Vertriebsaktivitäten geplant, die Chancen zum Cross- und Upselling böten. Auch wolle man mit Partnern neue BI-Mittelstandslösungen entwickeln. (as)