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10.07.2006

Business Objects verschätzt sich

Die Lizenzverkäufe des BI-Spezialisten brechen ein.

Die Aktie von Business Objects ist am Freitag vergangener Woche an den Börsen in Paris und New York um rund 25 Prozent eingebrochen, nachdem das Unternehmen eine Umsatz- und Gewinnwarnung abgegeben hat. Statt eines angepeilten Profits von zehn bis 13 Cent je Anteilschein erwartet der Business-Intelligence-Spezialist nun lediglich einen Gewinn von fünf bis acht Cent pro Aktie im abgeschlossenen zweiten Quartal.

Ebenfalls hinter den Planungen zurück blieben die Einnahmen. Der Zuwachs zum Vorjahresquartal soll sich auf etwa zehn Prozent belaufen, was auf einen Umsatz von 287 Millionen bis 291 Millionen Dollar schließen lässt. Die ursprüngliche Prognose hatte sich auf Einnahmen von 295 Millionen bis 300 Millionen Dollar belaufen.

Schwaches Europageschäft

Business Objects gab als Erklärung für das schwache Abschneiden an, dass nicht genügend große Verträge wie geplant vor Quartalsende abgeschlossen werden konnten. Unter Plan habe sich vor allem das Geschäft in Europa und Asien entwickelt, berichtete das Unternehmen.

Beachtlich war vor allem der Einbruch der Lizenzeinnahmen im jüngsten Quartal. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum schrumpften die Softwareumsätze um rund fünf bis sieben Prozent auf 116 Millionen bis 118 Millionen Dollar. Im ersten Quartal 2006 hatte Business Objects noch einen Zuwachs bei den Lizenzeinnahmen um neun Prozent gegenüber dem Vorjahreswert verzeichnet. Derweil rätseln Analysten, ob es sich um eine Schwächephase des Unternehmens, des BI-Sektors oder der gesamten Softwarebranche (in Europa) handelte. Die endgültigen Zahlen zum zweiten Fiskalquartal mit weiterführenden Erläuterungen will Business Objects am 26. Juli präsentie-ren. (ajf)