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22.12.2006

Business Objects will BI-Tools einfacher gestalten

Die "Productivity Suite" bringt mehr Technik für Suche, Office-Integration und Visualisierung.

Mit einer Reihe von Neuerungen hat der Hersteller das nächste Upgrade seiner Business-Intelligence-Suite (BI) "Business Objects XI, Release 2" bestückt. Die auch als Productivity Suite bezeichnete Version soll im Lauf des ersten Halbjahres 2007 verfügbar sein und insbesondere ungeübten Endanwendern Vorteile bringen. "Die Leute haben keine Lust, sich erst zum Power User ausbilden lassen zu müssen, und wollen keine Queries schreiben", sagte Keith Gile, Senior Advisor bei Business Objects.

Ausgebaute Suchtechnik

Eine Schlüsselrolle kommt hierbei in BI-Umgebungen Suchmaschinen zu, glaubt der frühere Forrester-Analyst. Diesbezüglich hat Business Objects nun die bisherigen, rudimentären Suchfunktionen der XI-Produktsuite ausgebaut. Eine Stichwortsuche nach Berichten und Analysen soll sich dadurch künftig stärker eingrenzen und kategorisieren lassen.

Wie sein Konkurrent Cognos verfolgt der Hersteller bei Suchtechnik eine zweigleisige Strategie: Einerseits entwickelt man eigene Technik für die Recherche in strukturierten Daten mit Hilfe der BI-Metadaten, andererseits werden Allianzen mit prominenten Anbietern von Suchmaschinen und Dienstleistern geschmiedet. So gibt es mittlerweile im Rahmen einer "Open Search Initiative" Abkommen mit Attensity, Bearingpoint, Clarabridge, Clearforest, Endeca, Fast, Google, IBM, Inxight und Oracle. Ziel ist es, BI-Anwendern den Zugriff auf strukturierte und unstrukturierte Daten zu erleichtern. Die Partner wollen hierzu im Lauf des kommenden Jahres Lösungen vorstellen. Grundsätzlich beschäftigten sich Kunden derzeit zwar noch wenig mit der Thematik, räumt Timo Elliot, Senior Director Strategic Marketing bei Business Objects, ein, doch immer öfter verlangten sie einen einfacheren Zugriff auf Informationen, den Suchtechnik verschaffen könnte.

Dynamische Oberflächen

Mehr Komfort und Flexibilität verspricht die Productivity Suite auch bei den bisherigen Benutzeroberflächen der BI-Frontends. So wird nun die Nutzung Flash-basierender Widgets möglich, mit denen sich Analysen und Berichte mit dynamischen Inhalten versehen lassen, auch wenn diese als E-Mail oder Excel-Spreadsheet verschickt werden. Bisher hatte der Hersteller die Technik nur in seiner Produktsuite "Crystal Xcelsius" verwendet. Ferner wurde die als "Business Objects Live Office" bezeichnete Integration der BI-Umgebung in Microsofts Büroanwendungen weiter ausgebaut, indem künftig auch ein abgesicherter Zugriff über das Web unterstützt wird.

Neues Olap-Frontend

Nicht nur Power User soll das neue Tool "Business Objects Voyager" ansprechen. Es dient zu Abfragen auf multidimen- sionale Datenquellen (Online Analytical Processing = Olap) und ersetzt laut Elliot das bisherige Olap-Frontend. Abfragen und Datensichten sind nicht nur auf die eigenen "Universen" möglich, sondern auch auf andere Produkte, etwa von Microsoft und Hyperion. In diesem Zusammenhang kündigt der Hersteller auch das Feature "Query as a Web Service" an. Es stellt eine Designumgebung bereit, in der Entwickler mit Hilfe von Wizards Abfragen entwerfen und als Web-Service publizieren können. Dies war laut Elliot zwar bereits möglich, jedoch mit einigem Programmieraufwand verbunden, der jetzt entfällt.

Parallel dazu will Business Objects über neue Lizenz- und Nutzungsmodelle Anwender vor allem im Mittelstand gewinnen. So existiert mit Crystalreports.com bereits eine gehostete Berichtsumgebung, die laut Sullivan von rund 5000 Kunden gegen eine Mietgebühr genutzt wird. Hinzu kommt eine enge Partnerschaft mit Salesforce.com, das für seine CRM-Plattform die Berichtssoftware "Crystal Reports" anbietet.

Durch den Kauf des kalifornischen Anbieters Nsite Anfang Dezember holte sich Business Objects zudem eine Techno- logieplattform und Praxiswis- sen zur Entwicklung gehosteter Web-Anwendungen ins Haus. Laut Hersteller betreute Nsite zuletzt 24000 Kunden in den USA. Ob die Web-Plattform mit Crystalreports.com vereint wird und ob es künftig auch lokalisierte Versionen geben, soll sich erst in diesem Jahr klären. Zudem sind weitere An- gebote für den Mittelstand geplant, den Business Objects bisher vor allem durch den indirekten Vertrieb von Crystal Reports angeht. (as)