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05.01.1996 - 

Dekra-Akademie untersucht DV-Stellenmarkt

C- und Unix-Know-how ebnen den Weg in die Client-Server-Welt

Bis Anfang der 90er Jahre wertete die CDI GmbH DV-Stellenangebote aus. Das Interesse an diesen Ergebnissen war gross, denn sie zeigten, welches Computer-Know-how am Arbeitsmarkt gefragt war. Nachdem der Muenchner Bildungsanbieter Konkurs anmeldete und von der Finanzakademie uebernommen wurde, verzichtete das Institut auf die gewohnten Analysen.

Nun hat die Dekra-Akademie diesen Part uebernommen. Dies haengt sicherlich auch damit zusammen, dass einer der Experten, die bei CDI fuer die Entwicklung von Berufsbildern verantwortlich waren, zum Stuttgarter Konkurrenten wechselte und nun dort das DV-Schulungsgeschaeft voranbringen will.

Dekra hat zunaechst nur fuer einen Monat, und zwar den Juli 1995, sieben Zeitungen ausgewertet. Dabei beruecksichtigten die Stuttgarter alle Jobofferten mit DV-Bezug, also auch solche, in denen beispielsweise von einem Sachbearbeiter nur Kenntnisse in Textverarbeitung verlangt werden.

Bei den Betriebssystemen rangiert demnach Unix vorne. Zehn Prozent der Offerten richteten sich an Mitarbeiter, die dieses System beherrschen. In sieben Prozent der Anzeigen war Windows gefragt, gefolgt von MS-DOS, Apple Macintosh und OS/2 mit jeweils drei Prozent. Die Grossrechnersysteme, die jahrelang den Ton angaben, stehen nun am hinteren Ende der Wunschliste: MVS mit 2,85 Prozent und BS 2000 mit 0,82 Prozent.

Peter Littig, verantwortlich fuer DV-Schulung bei der Dekra Akademie, weiss, dass gerade bei Banken und Versicherungen noch viele Grossrechner im Einsatz sind. Dennoch empfiehlt er jungen Menschen nicht, sich entsprechendes Wissen anzueignen. Denn in 53 Prozent der Anzeigen werde ganz allgemein PC-Know-how verlangt und in nur noch fuenf Prozent der Faelle Mainframe-Kenntnisse.

Bei den Programmiersprachen erwarten die Arbeitgeber am ehesten die Nutzung von C und C++ (6,5 Prozent). Gab es Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Cobol, so legen jetzt nur noch 2,67 Prozent der Inserenten Wert auf diese Sprache. Klassische Programmiersprachen wie Pascal, Fortran, Assembler und PL 1, die noch 1992 bei der CDI-Auswertung gut vertreten waren, tauchen in der aktuellen Statistik gar nicht mehr auf.

Bei Datenbanken hat Oracle die IBM-Dominanz durchbrochen. Etwa drei Prozent der Anzeigen verlangen Know-how bezueglich des Herstellers aus Redwood City. Die frueher eindeutig am meisten gefragten IBM-Systeme IMS/CICS und DB2 rangieren jetzt mit jeweils knapp ueber zwei Prozent an zweiter Stelle. Bei Netzwerken sollten die Bewerber in erster Linie Novell- (4,14 Prozent), Windows-NT- (2,98 Prozent) und TCP/IP-Kenntnisse (1,68 Prozent) mitbringen. Wenig ueberraschend ist die grosse Nachfrage nach Word bei Textverarbeitungssystemen. Das Microsoft-Produkt liegt weit vor Amipro und Wordperfect. Bei den kaufmaennischen Programmen dominiert klar die SAP. Da es sich um eine Monatsauswertung handelt, sollte man die Resultate nicht ueberbewerten. Geplant sei aber eine kontinuierliche Analyse, wie Littig versichert.