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16.05.1986 - 

"Al '86" als Show für Expertensysteme:

C-Versionen sollen den Weg in die Praxis ebnen

LONG BEACH (CWN) - Mit einem breiten Angebotsspektrum trumpften die amerikanischen Kl-Anbieter auf der Fachmesse "AI '86" im kalifornischen Long Beach auf. Nach wie vor sind es vor allem die Expertensysteme, die der künstlichen Intelligenz den Weg in die DV-Praxis ebnen sollen.

Stark auf die Kl-Schiene hat sich beispielsweise Teknowledge verlegt. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge inzwischen seine gesamte Produktfamilie auf die Programmiersprache "C" umgestellt. Die neuen Softwareversionen sollen langfristig zur Erstellung von Expertensystemen führen, die sich in bereits vorhandene Business-Applikationen integrieren lassen.

So wurde beispielsweise "S.1" bisher nur in einer Lisp-Version verfügbar, an die Eigenheiten von "C" angepaßt. In der neuen Form ist das für die Entwicklung von Expertensystemen konzipierte Produkt, laut Anbieter, in manchen Anwendungsbereichen um bis zu 50mal schneller geworden. Dabei benötige die C-Variante nur zehn Prozent der Speicherkapazität im Vergleich zur Lisp-Version, die auch künftig verfügbar sein soll.

Die Preise für das Entwicklungssystem rangieren zwischen

25 000 Dollar für eine Single-User-Version und 40 000 Dollar für ein Multi-User-System.

Ausgangsbasis für ein weiteres Entwicklungssystem, das jetzt ebenfalls in "C" zur Verfügung steht, ist Prolog. Die neue Produktversion von "M.1" wartet Teknowledge zufolge mit einer vier bis fünf mal so hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit auf. Zielhardware sind gegenwärtig die IBM-Personalcomputer PC, XT und AT. Der Preis pro Kopie beträgt 5000 Dollar.

Um Großunternehmen den Einstieg in die Kl-Welt zu erleichtern, bietet Teknowledge jetzt auch seine Softwarelösung "Quick Start" an: Für 7500 Dollar erhalten die Anwender das M.1-Entwicklungssystem, zwei Trainingsprogramme sowie ein Jahr lang freien Support.

Für den Einsatz auf IBM-Mainframes unter VM werden "S.1" und

"M.1" in den USA voraussichtlich Ende des Jahres verfügbar sein.

Ihre beiden Kl-Entwicklungssysteme "Knowledge Craft" und "Language Craft" hat die Carnegie Group, Inc., Pittsburgh, integriert. Bei "Knowledge Craft" handelt es sich um einen Satz von Werkzeugen zur Produktivitätssteigerung zum Aufbau wissensbasierter Systeme. Die Software wartet in der neuen Version 3.1 unter anderem mit schnellerer Prolog-Performance, verbesserten Help- und Error-Recovery-Fähigkeiten, überarbeiteten Interfaces sowie einer verfeinerten Editor-Technik auf.

"Language Craft" ist eine Softwareumgebung zur Erstellung von natürlichsprachigen Interfaces zu Betriebssystemen, Expertensystemen, Datenbanken sowie herkömmlichen Software-Applikationen. Verbessert wurden in der neuen Version 3.1 die Runtime-Komponente, die Grammatik-Einrichtungen sowie die natürlichsprachigen Fähigkeiten.

Beide Produkte sollen im dritten Quartal dieses Jahres freigegeben werden. "Knowledge Craft" wird voraussichtlich 50 000 Dollar kosten; "Language Craft" schlägt mit 25 000 Dollar zu Buche. Zielhardware für beide KI-Erzeugnisse sind die Explorer-Systeme von Texas Instruments, die Rechner der VAX-Reihe von Digital Equipment sowie die Spezialmaschinen von Symbolics.

Gemeinsam traten die Intel Corp. und die Gold Hill Computers Inc. auf. Die beiden Unternehmen präsentierten eine Entwicklung namens "Concurrent Common Lisp" (CCLisp), die für den Einsatz auf Rechnern der P4IPSC-MX-Familie von Intel konzipiert ist.

Die Preise für den IPSC mit CCLisp beginnen bei 175 000 Dollar für das IPSC-MX/D4-System mit 16 Knoten und gehen bis 555 700 Dollar für das IPSC-MX/D6-System mit 64 Knoten. Erste Auslieferungen sind bereits für Juni 1986 geplant.