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11.04.2003 - 

Unicenter für Linux angekündigt

CA entlässt weltweit 450 Mitarbeiter

MÜNCHEN (CW) - Der Softwarekonzern Computer Associates (CA) will im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung weltweit 450 seiner zurzeit rund 15900 Beschäftigten entlassen.

Im Zuge der Restrukturierung von CA plant das Unternehmen zudem, seine Handelspartner stärker einzubinden. George Kafkarkou, Senior Vice President von CAs weltweit operierender Handelskanal-Division, sagte, einige CA-Produkte werde man vornehmlich über den Handelskanal absetzen. Dazu zählen etwa die Softwarelösungen "E-Trust", "Brightstor" und "All Fusion". Hierbei handelt es sich um Werkzeuge für Sicherheits- und Speicherlösungen sowie um Tools, mit denen sich der Lebenszyklus von Applikationen handhaben und verwalten lasse (Application-Lifecycle-Management).

Mit der neuen Strategie peilt CA wie so viele Unternehmen den Mittelstand an. Wenn Wiederverkäufer stärker in den Verkaufsprozess integriert würden, könnte sich, sagt CA-Manager Kafkarkou, sein Unternehmen bei Speicher- und Sicherheits-Management-Lösungen mehr auf die Großkunden konzentrieren. Eine Sicht, die möglicherweise nicht jeder CA-Kunde teilt, der bislang den direkten Kontakt zu dem Softwarehaus schätzte.

Tools sollen mit Linux laufen

Zudem hat CA Pläne eröffnet, wesentliche Tools seiner System-Management-Suite Unicenter auf Linux zu portieren. Außerdem will CA künftig einen Software-Integrations-Werkzeugkasten auf Basis von Linux für die Sicherheits-Tools verschiedener Anbieter wie Checkpoint, Cisco, Symantec und McAfee anbieten. CA verspricht, mit diesen Integrationsmodulen trotz unterschiedlicher Sicherheitssoftware eine einheitliche Sicht auf Daten zu gewährleisten. Die Integrations-Tools ermöglichten auch eine übergreifende Zusammenfassung von Daten. IBM hat hier mit Tivoli im Wettstreit der wenigen Hersteller, die eine komplette Sicherheits- und System-Management-Lösung auf Linux-Basis zur Verfügung stellen, momentan die Nase vorn.

Wie das in Islandia, New York, ansässige Unternehmen bekannt gab, sollen die Entlassungen in den USA sofort beginnen. Später würden allerdings auch Arbeitsplätze in den internationalen Niederlassungen abgebaut. Die Maßnahmen erfolgen nach Firmenangaben quer durch den Konzern und werden im ersten Geschäftsquartal zu einer Abschreibung von rund 15 Millionen Dollar führen.

Zusätzlich plant CA, den Vertrieb durch eine neue Sparte für technischen Service zu stärken. CA Technology Services soll die bisherigen Bereiche Vorverkaufskundendienst und Professional Services umfassen. Im Mittelpunkt steht dabei der Support für eigene Produkte, daneben werden aber wie bisher auch bestehende Serviceverträge der Kunden für Software anderer Anbieter unterstützt. Chairman und CEO Sanjay Kumar hatte bereits im Januar darauf hingewiesen, dass bei seinem Unternehmen auf der Serviceseite Verbesserungsbedarf bestehe. (jm)