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14.06.2005

CA investiert in IT-Governance

Mit Niku kauft der Konzern Software zur Steuerung der IT-Aktivitäten.

Mit 350 Millionen oder 21 Dollar je Anteil zahlt Computer Associates (CA) für den US-amerikanischen Anbieter von IT-Management- und -Governance-Lösungen ("Clarity IT-MG") einen Aufschlag von 27 Prozent gegenüber dem Schlusskurs der Niku-Aktie am Mittwoch vergangener Woche. Reichlich Geld für ein vergleichsweise kleines Unternehmen, urteilen die Analysten von Ovum, wenngleich CA bereits seit Januar als Reseller von Niku fungiere und das Potenzial der Software kennen dürfte.

Entsprechend hoch hängt auch Konzernchef John Swainson die Übernahme auf: "Mit der Integration von Niku wird CA in der Lage sein, das umfangreichste IT-Governance- und Service-Management-Angebot auf den Markt zu bringen", erklärte der CEO. IT-Governance, also die Steuerung und Kontrolle der IT-Aktivitäten, besitze bei IT-Managern oberste Priorität. Sie würden daran gemessen, ob ihre Investitionen zu Wachstum, Produktivität und Profitabilität ihres Unternehmens beitragen.

Niku verstärkt BSO-Sparte

CA, vor allem auf System- und Sicherheitssoftware spezialisiert, will die Niku-Lösungen in Techniken aus dem Unicenter-Geschäft integrieren. Die System-Management-Plattform steht bei CA für einen jährlichen Umsatz von 1,5 Milliarden Dollar. Die Sparte Business Service Optimization (BSO) werde sich dank der Akquisition zu einem der am stärksten wachsenden Bereiche des Konzerns entwickeln, versprach Swainson.

CA hofft, mit diesem Schritt den Marktanteil zu erhöhen und die Konkurrenzfähigkeit von Unicenter zu verbessern. So zieht das Unternehmen dank der Niku-Technik mit dem Wettbewerber IBM gleich, der seine System-Management-Tochter Rational bereits im Oktober 2004 mit der Übernahme von Systemcorp entsprechend verstärkt hatte. Mit Nikus IT-Governance-Angebot dringt CA in einen Bereich ein, der deutlich stärker wächst als der gesamte Softwaremarkt: Im Ende Januar abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 steigerte Niku seine Umsätze um 45 Prozent auf 66,3 Millionen Dollar. Die Lizenzerlöse der Kalifornier legten im Jahresvergleich sogar um 64 Prozent auf 30,3 Millionen Dollar zu. Der Nettoprofit verbesserte sich von 100 000 auf vier Millionen Dollar.

Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Niku-Aktionäre und die zuständigen Kartellbehörden soll der Deal innerhalb der kommenden drei Monate abgeschlossen werden. Da es kaum Überschneidungen gibt, wird ein Großteil der 290 Niku-Mitarbeiter voraussichtlich übernommen, hieß es. (mb)