Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.01.1997 - 

100 Millionen Dollar hinter dem Quartalsziel

CA kann Umsatzerwartungen der Wallstreet nicht erfüllen

Statt der prognostizierten 1,1 Milliarden Dollar nahm der Softwareriese aus Islandia, New York, im abgelaufenen Quartal nur eine Milliarde Dollar ein. Entstanden ist der Fehlbetrag in einem europäischen Land, wo es CA nicht gelungen ist, die Mainframe-Kunden auf Client-Server-Kurs zu bringen. Die deutsche Niederlassung in Darmstadt versichert, daß es hierzulande keine Probleme gebe.

Das "Wall Street Journal" macht darüber hinaus ein weiteres Problem aus: die IBM. Seit der Übernahme von Tivoli sei CA hier ein ernsthafter Gegner im lukrativen System-Management-Geschäft erwachsen. So habe sich der durch den Erfolg von "Unicenter" und der 1995 zusammen mit dem Hersteller erworbenen Legent-Produkte besonders üppig fließende Geldstrom inzwischen erschöpft.

Nun übernehmen die Börsianer die lange Zeit innerhalb der DV-Branche geäußerte Kritik, bei CA handle es sich um ein Konglomerat, das aus einer Vielzahl schlecht positionierter Firmen zusammengewürfelt sei. Auch die nach wie vor enge Verbindung mit der Großrechnerwelt legen die Analysten von Goldman, Sachs & Co. CA plötzlich zur Last.

Die Marktbeobachter spekulieren, daß der bislang erfolgreich verfolgte Expansionskurs an seine Grenzen gestoßen sei. Angesichts der Konsolidierung im Softwaremarkt gebe es immer weniger lukrative Übernahmekandiaten. Problematisch sei auch der Preisverfall im Großrechnerbereich, der bislang immer noch etwa 60 Prozent des Umsatzes der Software-Company ausmache.

Bei CA hat man die Zeichen der Zeit allerdings längst erkannt. So hat das Unternehmen gerade in letzter Zeit durch moderne Produkte wie "Unicenter TNG", die Objektdatenbank "Jasmin" oder die Datenbank-Tools "Open Ingres" zum Stand der Technik aufgeschlossen.

Doch die Börse ist verstimmt. Die Nachricht von dem nicht erreichten Umsatzziel ließ den Kurs vor Weihnachten um fast 20 Prozent auf unter 50 Dollar stürzen. Diese Marke konnten die CA-Aktien bislang nicht mehr überspringen.