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27.07.2001 - 

Kritik an neuer Buchhaltungspraxis wird schwächer

CA schlägt pro forma die Prognose

MÜNCHEN (CW) - Der Softwarehersteller Computer Associates hat mit Hilfe der hauseigenen Buchhaltungsmethode die Prognosen übertroffen. Real fiel dagegen ein Verlust an. Die Analysten sind trotzdem zufrieden.

Je nach Sichtweise hat Computer Associates (CA) im vergangenen Quartal einen Gewinn von 323 Millionen Dollar oder einen Nettoverlust von 342 Millionen Dollar verbucht. Den Unterschied macht die Berechnungsmethode. Nach den vorgeschriebenen Buchhaltungsverfahren hat das Unternehmen bei einem Umsatz von 713 Millionen Dollar (Vorjahr: 1137 Millionen) einen Verlust von 342 Millionen Dollar erzielt (23 Millionen Gewinn).

Diese Darstellung wird aber nach Ansicht von CA dem neuen Lizenzmodell auf Abonnementbasis nicht gerecht. Daher veröffentlicht das Unternehmen zusätzlich so genannte Pro-forma-Ergebnisse. Demnach kommt der Hersteller auf einen Umsatz von 1359 Millionen Dollar (Vorjahr: 1183 Millionen) und 323 Millionen Dollar Gewinn (201 Millionen). In diese Angaben fließt auch Umsatz ein, der bereits im vergangenen Quartal verbucht wurde.

Die Finanzanalysten haben das neue Verfahren mittlerweile akzeptiert. Ihre Prognosen für das Pro-forma-Ergebnis lagen bei 48 Cent pro Aktie. CA übertraf sie mit 55 Cent pro Aktie deutlich. Nach Ansicht von Drew Brosseau, Finanzanalyst bei der Investmentbank SG Gowen, erhöhen diese Resultate die Glaubwürdigkeit von CAs Bilanzierungsmodell.

Das dürfte Sam Wyly ärgern, der auf der kommenden Jahreshauptversammlung die Macht bei CA übernehmen möchte. Er wirft dem Management vor, die Anleger zu täuschen. So verweist er darauf, dass CA im vergangenen Quartal nur neue Buchungen in Höhe von 502 Millionen Dollar verzeichnet hat. Die eigenen Vorhersagen lagen jedoch bei 600 bis 700 Millionen Dollar. Trotzdem gibt sich das CA-Management gelassen. Chief Executive Officer Sanjay Kumar hat sich in jüngster Zeit mit den großen Aktionären getroffen, um sich deren Unterstützung zu sichern.

Die dürften auch nach den Prognosen für die anstehenden Quartale beruhigt sein. Der Softwarehersteller will im laufenden Quartal die eigenen Vorhersagen um vier Cent übertreffen und einen Gewinn von 49 Cent pro Aktie ausweisen.