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27.02.1998 - 

CSC-Chef sollte angeblich mit 50 Millionen Dollar geködert werden

CA versus CSC: Der Kampf um die Übernahme weitet sich aus

Bereits vor Ablauf eines an das CSC-Management gerichteten Ultimatums, doch noch konkrete Verhandlungen aufzunehmen, hat sich CA Ende vergangener Woche mit einer direkten Offerte an die Aktionäre des IT-Dienstleisters gewendet. In dieser wird das Gebot von 108 Dollar cash je CSC-Aktie bestätigt, gleichzeitig wurde die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) offiziell von der Kaufabsicht informiert.

Den CSC-Verantwortlichen um CEO Van Honeycutt bleiben nun zehn Tage Zeit, um ihrerseits der SEC eine offizielle Antwort zukommen zu lassen. Honeycutt hatte am Montag dieser Woche auf das Ultimatum von CA reagiert - allerdings nicht in der von CA-Chef Charles Wang gewünschten Form. "CSC wird alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel zur Abwehr einer feindlichen Übernahme ausschöpfen", warf Honeycutt dem CA-Chef den Fehdehandschuh hin.

CSC-Aktionäre sollen weitere Anteile kaufen

Wie aussichtsreich die Chancen des CSC-Managements sind, die Übernahme durch CA abzuwehren, wird von Experten zwiespältig beurteilt. Vertreter der deutschen CSC Ploenzke AG hatten die Möglichkeit einer "besonderen Aktionärspflege und Kapitalstärkung" angedeutet. Ein entsprechender Beschluß des CSC-Vorstands sieht demnach vor, bei einer drohenden feindlichen Übernahme den eigenen Aktionären aus Unternehmensbeständen weitere Anteile zu einem Vorzugspreis anzubieten - was die Anzahl der umlaufenden Aktien und damit den Kaufpreis erhöhen dürfte. Gleichzeitig sickerte durch, daß sich Honeycutt und andere CSC-Manager erst vor kurzem für den Fall eines "unfriendly take-overs" horrende Abfindungszahlungen durch den Käufer vertraglich garantieren ließen.

Davon dürfte sich jedoch CA kaum beeindrucken lassen. Schenkt man Berichten der Nachrichtenagenturen Associated Press (AP) und Reuters Glauben, soll CA-Chef Wang Honeycutt CA-Aktien im Wert von 50 Millionen Dollar sowie eine auf sieben Jahre befristete Gehaltsfortzahlung angeboten haben, wenn er der Übernahme zustimmt. Die Angelegenheit soll nun vor Gericht geklärt werden.

CA kündigte indes an, notfalls auch mit einer "qualifizierten Mehrheit" auf der für August anberaumten ordentlichen Hauptversammlung der CSC-Aktionäre zumindest für eine Abwahl von Honeycutt und seinen Vorstandskollegen zu sorgen. Würden die CSC-Aktionäre für die Installation eines der CA-Offerte gegenüber freundlich gesinnten Managements sorgen, könne man auch noch über einen höheren Kaufpreis reden, heißt es unverblümt.

Nicht zuletzt aufgrund des immer stärker werdenden Drucks auf die CSC-Aktionäre gehen Insider davon aus, daß CAs Bemühungen, CSC zu schlucken, doch noch von Erfolg gekrönt sein könnten. Einziger Ausweg für CSC-Chef Honeycutt und seine Mitstreiter dürfte demnach, so die Spekulationen, die Flucht nach vorne sein - also einen anderen, für sie akzeptablen Käufer zu finden. Namen wie IBM, Hewlett-Packard (HP), AT&T und EDS werden bereits seit Tagen an der Gerüchtebörse gehandelt.