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01.03.2007

Caché nimmt Web- und Java-Entwickler ins Visier

Mit ihrer Objektdatenbank "Caché 2007" zielt die Darmstädter Intersystems GmbH auf Rich-Internet-Applikationen.
Das Zen-Framework zur Entwicklung von Rich-Internet-Applikationen verwendet ein Shared-Object-Datenmodell, das Entwickler davon entlastet, sich um das Parsen von XML kümmern zu müssen.
Das Zen-Framework zur Entwicklung von Rich-Internet-Applikationen verwendet ein Shared-Object-Datenmodell, das Entwickler davon entlastet, sich um das Parsen von XML kümmern zu müssen.

Das viel beschworene Web 2.0 bedeutet für Anwendungsentwickler vor allem eines: Die Notwendigkeit, dynamischere und komfortablere Browser-Anwendungen zu erstellen, die in ihrem Look and Feel den klassischen Desktop-Anwendungen sehr nahe kommen. Als Basis für solche Rich Internet Applications (RIAs) gilt Ajax, eine Sammlung von Techniken, deren Einsatz laut Intersystems zusätzliche Komplexität in die Entwicklerarbeit bringt.

Caché in der Praxis

Einer der ersten Anwender der neuen Funktionen von Caché 2007 ist ein weltweites IBM-Projekt namens Focalpoint. Die in Java und auf XML-Basis entwickelte Software benötigte einen Persistenzmechanismus für umfangreiche Objektstrukturen. Nach einer Marktanalyse entschied sich IBM für den Einsatz von Caché 2007 und Jalapeño, um das Mapping in relationale Datenstrukturen einzusparen. Internen Schätzungen zufolge hätte dieses über 60 Prozent der gesamten Entwicklungszeit benötigt. Seinen ersten Einsatz soll Focalpoint im Hardwaresupport der IBM finden.

Als Pilotanwender von Caché 2007 hat Roche Diagnostics schon frühzeitig Erfahrung in der Entwicklung von Browser-Frontends mit dem Zen-Framework sammeln können. Auf der Suche nach einer neuen Frontend-Technik für das in Kliniken verbreitete Labor-Informations-System "Omega 3000" hatte man bereits ASP.NET sowie einige andere Alternativen erprobt und aufgrund des hohen Entwicklungsaufwands wieder verworfen. Durch Zen verkürzte sich die Entwicklungszeit für eine typische Bildschirmmaske von einem Monat auf unter einer Woche.

Zen ergänzt Ajax

Deshalb bietet der Hersteller mit Caché 2007 nun das erweiterbare Framework "Zen" als Ergänzung zu Ajax an. Zen ist für die schnelle Entwicklung und den Betrieb von komplexen, datenintensiven Web-Anwendungen ausgelegt und umfasst eine umfangreiche Bibliothek vorgefertigter Komponenten einschließlich Grids, Tabellen und Auswahlbäume. Das Ergebnis seien Web-Anwendungen, die eine mit ausgefeilten Desktop-Anwendungen vergleichbar hohe Interaktivität und ausgefeilte Benutzeroberflächen aufweisen.

Die Zen-Komponenten bauen auf dem Advanced Security Model von Caché auf und adressieren so das für viele Web-Entwickler kritische Thema der Sicherheit ihrer Applikationen. Das Objektmodell von Zen erlaubt zudem die Erweiterung der vorgefertigten Komponenten um neuen, selbst entwickelten Code, so dass auch unternehmensspezifische Anforderungen erfüllt werden können. Intern verwendet Zen ein Shared-Object-Datenmodell, das den Entwickler davon entlastet, sich um das Parsen von XML kümmern zu müssen. Die enge Integration der Anwendung mit der Datenbank soll eine Performance und Skalierbarkeit bewirken, wie sie sich laut Intersystems in traditionellen Ajax-Umgebungen nicht ohne weiteres erzielen lassen.

Die zweite große Neuerung in Caché 2007 bildet eine Softwarekomponente mit der Bezeichnung Jalapeño. Sie sorgt für die persistente Speicherung traditioneller Java-Objekte, ohne hierzu objekt-relationales Mapping oder die Definition von Datenstrukturen auf der Datenbankseite zu erfordern. Das Resultat sind in Java geschriebene Datenbankanwendungen, deren Entwicklungszeiten um rund 40 Prozent verkürzt sein sollen.

Transparent hinter der IDE

Was Jalapeño für viele Java-Entwickler besonders attraktiv machen könnte, ist der Umstand, dass sie damit eine volle Datenbankfunktionalität erhalten, ohne ihre Entwicklungsumgebung verlassen zu müssen. Aufgrund der mit Caché 2007 ausgelieferten Plug-ins für die wichtigsten Java-IDEs wie Eclipse, IntelliJ und Netbeans genügt es, Klassen als persistent zu deklarieren. Nach dem Kompilieren sind die Klassen ausführbar und ver- fügen über verwendbare Persistenzeigenschaften und Methoden zur Speicherung in der Datenbank. Der Entwickler muss Caché selbst also überhaupt nicht benutzen, um mit der Datenbank arbeiten zu können.

Optimierter Zugriff

Trotz der engen Integration mit Caché 2007 bietet Jalapeño auch die Möglichkeit, datenbankunabhängige Anwendungen zu entwickeln. Arbeiten diese mit Caché, nutzen sie allerdings einen optimierten direkten Zugriff auf die Datenbank. Durch die Verwendung einer entsprechenden Deployment-Option lassen sich Jalapeño-Anwendungen jedoch ebenso auf relationalen Datenbanken wie Oracle, SQL Server und anderen betreiben.

Caché 2007 ist für Windows, Linux, Mac, Unix und OpenVMS verfügbar. Die Preise reichen je nach Konfiguration unverändert von 245 Euro bis 1525 Euro pro Benutzer - einschließlich der neuen Komponenten Zen und Jalapeño. (ue)