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Krisenmanagement soll das Schlimmste verhüten


05.01.1990 - 

CAD-Anbieter Daisy/Cadnetix hat Fusion noch nicht verdaut

MÜNCHEN (CW) - Daisy/Cadnetix - auch unter dem Kürzel Dazix ein Begriff - hat weltweit zehn Prozent seiner Mitarbeiter entlassen. Die über 150 Millionen Dollar teuere Übernahme des Workstations-Anbieters Cadnetix war für Daisy Systems offensichtlich ein zu großer Brocken.

Die finanzielle Zwangslage hat das Unternehmen, daß auf dem Markt für Electronic-Design-Automation-Produkte (EDA) aktiv ist, zu radikalen Konsequenzen gezwungen: "Chief Executive Officer Norman Friedman", erläutert der deutsche Geschäftsführer Karl Elshuber, "wurde durch ein Turnaround-Team ersetzt". Das neue Management soll zuerst einmal die Konsolidierung der Finanzen in Angriff nehmen.

Tatsächlich sei die Fusion mit Cadnetix finanziell nicht leicht zu verdauen gewesen. Damals hätten sich in der "Kriegskasse" etwa 80 Millionen Dollar befunden. Workstation-Anbieter Cadnetix war teuerer als vorgesehen, weil sich das Unternehmen kurz vor der Fusion selbst vergrößert hat, indem es die HHB Systems Inc. schluckte.

Geschäftsführer Elshuber räumt ein, daß sich sein Unternehmen auch in Deutschland von einigen Mitarbeitern trennen mußte. "Aus heutiger Sicht kann ich weitere Entlassungen ausschließen", so die zuversichtliche Prognose des Geschäftsführers. Dagegen die Stimme eines Brancheninsider: "Das Unternehmen befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten".