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09.11.1990 - 

Dataquest: Verdient wird in der Alten Welt

CAD/CAM entwickelt sich in Europa am schnellsten

MÜNCHEN (CW) - In einer Studie über die weltweite Entwicklung des CAD/CAM- und CAE-Marktes kommt die Dataquest Europe Ltd. zu dem Ergebnis, daß die Signale weiterhin auf Grün stehen. Allerdings ist Wachstumseuphorie nicht generell angebracht. Die weltweiten Umsätze der CAD/CAM-Industrie sind nach den Ergebnissen der Marktforscher von 1988 auf 1989 um 13,7 Prozent gestiegen (10,9/12,4 Millionen Dollar). Bezogen auf den Anwendungsbereich, vermerkten die Analysten das größte Wachstumspotential für geografische Informationssysteme (GIS). Außerdem würden Workstations zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Dataquest erwartet, daß der weltweite CAD-, CAM- und CAE-Umsatz bis 1994 auf 22,8 Milliarden Dollar anwächst, bei einem durchschnittlichen Wachstum von 13 Prozent. Der Hauptanteil dieser Umsätze werde in Asien und Europa erzielt, während sich die Steigerung der Verkaufszahlen in den USA langsamer vollziehen dürfte.

Nach Aussage der Studie übertraf der europäische Markt für die C-Systeme alle Voraussagen: Mittlerweile repräsentiere Europa 36 Prozent des Weltmarktes bei einem Umsatzwachstum von 15 Prozent von 1988 auf 1989. In Zahlen bedeutet dies 4,28 Milliarden Dollar. Damit ist Europa erstmals an den USA vorbeigezogen, und die Marktforscher schätzen, daß dieser Marktanteil nicht nur beibehalten, sondern in den kommenden fünf Jahren noch ausgebaut wird. Als Gründe für die sich abschwächenden Verkäufe in den USA nannten die Analysten die allgemeine Wirtschaftslage und reduzierte Budgets wegen Kürzungen im US-Verteidigungshaushalt.

Der Umsatz - so Dataquest bei C-Systemen auf Groß- und Minirechnern gehe immer weiter zurück, da Anwender zunehmend auf Workstations und Serverrechner wechseln würden.

Die Studie befaßt sich auch mit den politischen Umwälzungen im Ostblock. Die befragten Unternehmen sehen in den osteuropäischen Ländern zukunftsträchtige Expansionsziele. Als Märkte mit dem größten Potential erachten die Firmen die CSFR, Ungarn und Polen. Vor allem von in naher Zukunft zu erwartenden flexibleren Cocom-Regelungen versprechen sich westliche Unternehmen einen günstigen Einfluß auf die Absatzzahlen auch anspruchsvollerer CAD- und CAM-Installationen.

Zudem würden die Legalisierung des Verkaufs der 386-Intel-CPU und die Freigabe der neuesten Unix-Version für den Ostblock Auswirkungen auf den Ost-Markt haben.

Der Mangel an harter Währung werde aber dafür sorgen, daß hier in den nächsten Jahren noch kein Markt von großer Bedeutung entstehe.