Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

21.06.2002 - 

Keine Unix-Versionen für Intels 64-Bit-CPUs

Caldera schränkt Entwicklung ein

MÜNCHEN (CW) - Der Unix- und Linux-Anbieter Caldera beabsichtigt gegenwärtig keine Portierung seiner Derivate "Open Unix" und "Open Server" auf Intels 64-Bit-Prozessoren.

Die Übereinkunft mit Suse, Turbolinux und Conectiva auf ein "United Linux" (siehe CW 23/02, Seite 6) dürfte bei Caldera Entwicklungsressourcen freigemacht haben, aber das Unternehmen plant derzeit trotzdem nicht, seine beiden Unix-Varianten an Intels nächste Prozessorgeneration anzupassen. Für das Betriebssystem "Open Server" war das auch nicht zu erwarten; das einstige "SCO-Unix" gilt hausintern als Altlast.

Aber überraschenderweise steht nun nicht einmal mehr eine Portierung von Open Unix 8, dem Nachfolger von "Unixware 7", auf 64 Bit auf der Tagesordnung. "Nach den Reaktionen von Intel und unseren Kunden besteht keine Priorität für 64-Bit-Adressierung. 32-Bit-Prozessoren werden besser und besser", zitiert der britische Nachrichtendienst "Computerwire" Chris Flynn, bei Caldera für die Märkte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika zuständiger Vice President. "Für die Anforderungen der meisten Leute sind 32 Bit genug."

Hans Bayer, Chef der deutschen Caldera-Tochter in Bad Homburg, schränkte ein: "Das ist noch nicht final verabschiedet." Wie Flynn weist er darauf hin, sein Unternehmen habe mehrere Optionen, 64-Bit-Projekte wieder aufzunehmen. Angesprochen ist vor allem das Projekt Monterey, in dem Caldera zusammen mit IBM an einer 64-Bit-Verbindung von Unix und Linux gearbeitet hat. Das Vorhaben endete in einem Alleingang der IBM und ihrer Unix-Version AIX 5L.

Bayer hält allerdings ein 64-Bit-Linux für wahrscheinlicher. Der Linux-Kernel dürfte, wenn auch die Nachfrage nach 64-Bit-Systemen anzieht, zu besserer Skalierbarkeit und Robustheit gereift sein. Bei Caldera hat es Arbeiten an einem 64-Bit-Linux gegeben. (ls)