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17.05.2002 - 

Standort Erlangen wird geschlossen

Calderas Zukunft fällt kleiner aus

MÜNCHEN (CW) - Der Linux-Spezialist Caldera hat finanzielle Probleme: Im abgeschlossenen Quartal blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück, der Technikchef und der Justiziar wurden entlassen. Zudem schließt das Unternehmen seine Niederlassung in Erlangen.

Nach der Übernahme von SCOs Betriebssystem- und Servicegeschäft hat Caldera nun die zweite Runde der Restrukturierung eingeleitet. Laut Angaben der Firma aus Utah sollen 73 Mitarbeiter entlassen werden, etwa 15 Prozent der Belegschaft. Bereits im vergangenen September sind 50 Stellen gestrichen worden. In diesem Zusammenhang wird auch die Niederlassung in Erlangen geschlossen; die anderen deutschen Standorte in München und Bad Homburg sollen erhalten werden. Mit dem Schritt will Caldera nach Angaben seines CEO Ransom Love etwa sieben Millionen Dollar pro Jahr einsparen und noch in diesem Jahr die Gewinnzone erreichen.

Grund für die Umstrukturierung ist das schleppend verlaufene zweite Fiskalquartal, das am 30. April endete. Statt der vor drei Monaten prognostizierten Einnahmen zwischen 16 Millionen und 18 Millionen Dollar setzte die Linux-Company nach vorläufigen Zahlen nur etwas über 15 Millionen Dollar um. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs bedeutet dies allerdings noch immer eine imposante Steigerung: Damals waren 1,6 Millionen Dollar in die Kassen geflossen. Zwischenzeitlich war jedoch das Unix-Geschäft von SCO übernommen worden. Das endgültige Ergebnis des zweiten Quartals wird am 29. Mai bekannt gegeben.

Zudem hat sich das Unternehmen in gegenseitigem Einvernehmen von seinem Technikvorstand Drew Spencer und dem Justiziar Harrison Colter getrennt. Nachfolger sollen schon bald ernannt werden, meldete Caldera. Als die Nachrichten vergangene Woche veröffentlicht wurden, stürzte der Aktienkurs des Unternehmens um 24 Prozent auf knapp 80 Cent je Anteilschein ab. (ajf)